Die 11 besten Organigramm-Tools 2026
Ein ehrlicher Vergleich der elf besten Tools für Organigramme und Organisationsmanagement im Jahr 2026. Von kostenlosen Diagramm-Apps bis zu Governance-Plattformen - finde heraus, was zu dir passt.

Die meisten Organisationen wachsen aus ihrem Organigramm heraus, lange bevor sie aus ihrem Organigramm-Tool herauswachsen. Die Struktur verändert sich (neue Leute, Abgänge, Reorganisationen, bereichsübergreifende Projekte), doch das Diagramm bleibt in der Fassung eingefroren, die vor einem halben Jahr jemand in PowerPoint gebaut hat. Wenn wieder jemand hinschaut, beschreibt es eine Organisation, die es so nicht mehr gibt.
Das Problem ist nicht, dass Menschen vergessen, das Diagramm zu aktualisieren. Das Problem ist, dass die meisten Organigramm-Tools gebaut wurden, um ein Diagramm zu erzeugen, und nicht, um eine lebendige Organisation abzubilden. Sie halten Namen und Berichtslinien zu einem einzigen Zeitpunkt fest. Sie sagen nichts darüber, was eine Rolle tatsächlich tut, wer welche Entscheidungen treffen darf oder wie Teams jenseits einer gestrichelten Linie zusammenhängen.
2026 ist die Kategorie erwachsen geworden. Das Spektrum reicht von kostenlosen Diagramm-Apps, die statische Kästchen-und-Linien-Grafiken produzieren, bis zu vollwertigen Plattformen fürs Organisationsmanagement, die Rollen, Governance, Ziele und Zusammenarbeit in Echtzeit abbilden. Die richtige Wahl hängt davon ab, was du wirklich brauchst: ein Bild für eine Verwaltungsratspräsentation oder eine Infrastruktur dafür, wie deine Organisation arbeitet.
Dieser Leitfaden vergleicht elf Tools über dieses Spektrum hinweg. Wir haben jedes an praktischen Kriterien gemessen: Wie gut hält es mit organisatorischem Wandel Schritt, wie tief bildet es Rollen und Verantwortlichkeiten ab, wie unterstützt es Zusammenarbeit, welche Integrationen bietet es, wie skaliert es und was kostet es. Peerdom ist unser Produkt, und es steht an erster Stelle, weil wir es für die vollständigste Lösung halten, wenn eine Organisation mehr will als ein statisches Diagramm. Wir sagen aber auch, wo es schwächelt. Glaubwürdigkeit zählt mehr als ein Verkaufsargument.
Alle 11 Tools auf einen Blick
| Tool | Am besten für | Preis | Grösste Stärke | Grösste Schwäche |
|---|---|---|---|---|
| Peerdom | Dynamisches Organisationsmanagement | Bis 10 Nutzende gratis; ab CHF 5 pro Person und Monat | Lebendige Organisationskarten mit Rollen, Governance und 11 modularen Apps | Keine integrierte Aufgabenverwaltung, keine Dokumentbearbeitung |
| Lucidchart | Diagramme aus vorhandenen Daten erzeugen | Gratis-Stufe; bezahlt ab 7.95 $ pro Person und Monat | Diagramme automatisch aus CSV und anderen Datenquellen erzeugen | Statische Diagramme ohne Live-Daten und ohne Rollenverwaltung |
| Microsoft Visio | Organisationen mit Microsoft 365 | 5 bis 15 $ pro Person und Monat | Tiefe Office-365-Integration und umfangreiche Formenbibliotheken | Desktop-lastig, mit wenig Zusammenarbeit in Echtzeit |
| Organimi | Schnelle, klassische Organigramme | 18 bis 35 $ pro Monat für bis zu 150 Nutzende | Schneller Drag-and-drop-Editor mit Exportfunktionen | Reiner Diagramm-Editor: keine Governance, keine Apps, keine Analysen |
| Creately | KI-gestützte klassische Organigramme und HR-Planungsprozesse | Gratis-Stufe; bezahlt ab 8 $ pro Person und Monat | Suche in natürlicher Sprache, Szenarioplanung und strukturierte Personendaten | Personenzentriertes Modell - bildet weder Verantwortlichkeiten von Rollen noch verteilte Governance ab |
| Miro | Gemeinsames Whiteboarding samt Organigrammen | Gratis-Stufe; Business 19 $ pro Person und Monat | Unendliche Leinwand mit starken Moderationsfunktionen | Organigramme sind nur Vorlagen auf einem Whiteboard: keine strukturierten Daten |
| Talkspirit (Holaspirit) | Governance speziell für Holacracy | Keine öffentlichen Preise; Vertrieb kontaktieren | Eigens gebaute Meeting-Moderation und Governance für Holacracy | Holacracy-zentriert, wenig flexibel für hybride Organisationsmodelle |
| GlassFrog | Holacracy-Governance | Bis 10 Nutzende gratis; Premium 7 $ pro Person und Monat plus Add-ons | Von den Erfinderinnen und Erfinder von Holacracy gebaut, mit tiefer Methodenkenntnis | Holacracy-zentriert; wenig Spielraum für andere Modelle |
| Nestr | Zusammenarbeit in selbstorganisierten Teams | Bis 5 Nutzende gratis; Starter 6 $, Pro 10 $ pro Person und Monat | Günstig, mit eingebauter Meeting-Moderation und Governance-Anträgen | Kleines Team; weniger etabliert; wenige Integrationen |
| Rolebase | Open-Source-Governance für Rollen | Bis 5 Nutzende gratis; Startup 5 EUR pro Person und Monat; Enterprise individuell | Open Source, selbst hostbar, europäischer Datenschutz | Wenige Integrationen; kleinere Community; weniger ausgereifter Funktionsumfang |
| Maptio | Open-Source-Organisationsmapping | Zahle, was sich richtig anfühlt (ab 10 $ pro Monat für die ganze Organisation) | Open Source mit radikal inklusivem Preismodell und visuellem Kreis-Mapping | Kleinerer Funktionsumfang; wenige Integrationen; am besten für kleinere Organisationen |
Wie wir bewertet haben
Jedes Tool wurde an sechs Kriterien gemessen, die zählen, wenn eine Organigramm-Software dauerhaft im Einsatz sein soll und nicht nur für ein einmaliges Diagramm.
Aktualität in Echtzeit. Zeigt das Tool deine heutige organisatorische Wirklichkeit, oder eine Momentaufnahme vom letzten Mal, als jemand etwas aktualisiert hat? Tools, die als System of Record dienen, schneiden besser ab als solche, die exportierbare Artefakte produzieren.
Rollentiefe. Kann das Tool Rollen mit Zweck, Verantwortlichkeiten und Domänen abbilden, oder nur Namen und Funktionsbezeichnungen? Wer Autorität in irgendeiner Form verteilt, braucht feingliedrige Rollendefinitionen und nicht bloss Kästchen an einem Baum.
Zusammenarbeit. Können mehrere Personen die Struktur gleichzeitig bearbeiten und pflegen? Tools für Einzelautorinnen und Einzelautoren erzeugen Engpässe und veralten schneller.
Integrationen. Verbindet sich das Tool mit deinem bestehenden Stack (HR-Systeme, Projektmanagement, Kommunikationsplattformen), oder arbeitet es für sich allein?
Preis und Zugänglichkeit. Ist das Tool für Organisationen unterschiedlicher Grösse und Budgets erschwinglich? Transparente Preise schneiden besser ab als Enterprise-Modelle, die zuerst ein Verkaufsgespräch verlangen.
Skalierbarkeit. Bleibt das Tool brauchbar und schnell, wenn die Organisation von 20 auf 2000 und weiter auf 20 000 Menschen wächst?
Eine breitere Diskussion darüber, warum Organisationskarten in Echtzeit statischen Diagrammen überlegen sind, findest du unter dynamische Organigramme im Vergleich zu statischen.
1. Peerdom: Am besten für dynamisches Organisationsmanagement
Peerdom ist kein Organigramm-Tool im herkömmlichen Sinn. Es ist eine Plattform fürs Organisationsmanagement, von der Firma selbst als “Google Maps der Arbeitswelt” beschrieben. Statt ein statisches Diagramm zu erzeugen, das jemand als PDF exportiert, pflegt Peerdom eine lebendige, interaktive Karte der Organisation, die sich in Echtzeit mitverändert, wenn sich Rollen, Teams und Strukturen entwickeln.
Der grundlegende Unterschied liegt darin, was Peerdom abbildet. Wo die meisten Organigramm-Tools Namen und Funktionsbezeichnungen in einer Hierarchie anordnen, bildet Peerdom Rollen mit ausdrücklichem Zweck, Verantwortlichkeiten und Domänen ab. Eine Person kann mehrere Rollen in verschiedenen Teams innehaben. Eine Rolle kann von mehreren Personen getragen werden. Die Struktur ist kein vereinfachter Baum, sondern eine navigierbare Darstellung dessen, wie Autorität und Verantwortung tatsächlich durch die Organisation fliessen. Peerdom ist undogmatisch und frameworkunabhängig: Es schreibt dir nicht vor, wie du dich organisieren sollst. Es funktioniert für klassische Hierarchien, flache Teams, Matrixstrukturen, Holacracy, Soziokratie, Agile, Teal-Organisationen, Beta Codex, das Spotify Model oder jedes Mischmodell. Die Plattform passt sich deinem Organisationsdesign an, nicht umgekehrt.
Über die Organisationskarte hinaus bietet Peerdom 11 modulare Apps, die die Plattform zu einem umfassenden Betriebssystem für Organisationen erweitern: Ziele (OKR, KPI und eigene Frameworks), Projekte, Verzeichnis, Journal (Änderungsverlauf und Prüfpfad), Wahlen, Feedback, Entwürfe (um strukturelle Änderungen vor der Veröffentlichung zu entwerfen), Netzwerk (organisationsübergreifende Zusammenarbeit), Einblicke (Analysen zu Rollenkonzentration, Auslastung, Vakanzen), Seiten und Beitrag. Die Plattform unterstützt mehrere Ansichten (Kreis, Baum und Liste) sowie benutzerdefinierte Felder, Ebenen und das Abbilden von Beziehungen. Auf der Integrationsseite gibt es eine GraphQL-API, SSO, Webhooks und Konnektoren für Zapier, Pipedream und n8n. Gehostet wird in der Schweiz, DSGVO-konform.
“Als wir mit Peerdom kartierten, wie unser Unternehmen tatsächlich arbeitet, war das wie eine Offenbarung … wir haben Dinge über unsere 20 Jahre alte Firma gelernt, die wir nie zuvor gesehen hatten, und sind dadurch viel reicher geworden.” — Sean Daly, Director, SOLID Structures & Infrastructure
Was es gut macht. Peerdom macht Organisationsstruktur nicht nur sichtbar, sondern navigierbar und gestaltbar. Die Kombination aus Rollentiefe, Governance-Funktionen (Wahlen, konsentbasierte Verfahren, Amtszeiten) und Organisationsanalysen ergibt ein Werkzeug für den Alltag, nicht nur für die jährliche Planungsrunde. Die 11 modularen Apps bedeuten, dass Organisationen mit der Karte starten und Governance, Ziele und Einblicke Schritt für Schritt dazunehmen können, wenn sie reifer werden. Über 250 Kundinnen und Kunden in 18 Ländern (darunter Bayer, Lufthansa, Greenpeace, MSF und die ETH Zürich) nutzen Peerdom für Organisationen von 3 bis 30 000 Personen.
Wo es schwächelt. Peerdom enthält keine eingebaute Aufgabenverwaltung und keine Dokumentbearbeitung. Es ist als organisatorische Ebene gedacht, die neben Tools wie Notion, Jira oder Asana steht, nicht als deren Ersatz. Wer eine Alles-in-einem-Plattform sucht, muss also mehrere Tools verbinden. Dazu kommt: Organisationen, die neu in Rollendenken einsteigen, brauchen eine Eingewöhnung. Der Wechsel von “Person = Funktionsbezeichnung” zu “Person = Portfolio von Rollen mit definierten Verantwortlichkeiten” verlangt ein Umdenken, auch wenn die Software selbst unkompliziert ist. Wie Peerdom Aufgaben- und Dokumentationstools ergänzt, zeigt Peerdom im Vergleich zu Notion.
Für wen es sich am besten eignet. Für Organisationen, die ihr Organigramm als aktives, operatives Werkzeug wollen und nicht als statisches Artefakt. Weil Peerdom frameworkunabhängig ist, passt es zu jedem Organisationsmodell: klassische Hierarchien, die mehr Transparenz suchen, flache Teams, die sich ohne Vorgesetzte koordinieren, Netzwerkorganisationen nach dem Peach-Modell oder Modelle verteilter Autorität wie Holacracy, Soziokratie oder Agile im grossen Massstab. Die Plattform drängt dir keine Methode auf; sie gibt dir die Bausteine, um genau die Struktur zu entwerfen und zu führen, die zu deiner Organisation passt. Skaliert vom kleinen Team bis zum Grossunternehmen.
Preise. Gratis für bis zu 10 Nutzende. Peerdom+ ab CHF 5 pro Person und Monat. Enterprise-Pläne verfügbar. Details findest du unter Preise.
2. Lucidchart: Am besten, um Diagramme aus vorhandenen Daten zu erzeugen
Lucidchart ist eine cloudbasierte Diagrammplattform für viele Diagrammarten (Flussdiagramme, Netzwerkdiagramme, Wireframes und eben auch Organigramme). Es ist kein spezialisiertes Organigramm-Tool, aber seine Organigramm-Fähigkeiten sind solide, wenn du visuelle Diagramme aus vorhandenen Datenquellen erzeugen willst.
Herausragend fürs Organigramm ist Lucidcharts Fähigkeit, Diagramme automatisch aus CSV-Dateien, Google Sheets oder anderen Datenquellen zu erzeugen. Lade eine Tabelle mit Namen, Funktionen, Abteilungen und Berichtsbeziehungen hoch, und Lucidchart baut daraus ein formatiertes Diagramm. Die Zusammenarbeit in Echtzeit ist gut gelöst: Mehrere Personen können gleichzeitig am selben Diagramm arbeiten, und Integrationen mit Google Workspace und Microsoft 365 machen das Teilen einfach.
Was es gut macht. Lucidchart ist ausgereift, schnell und zugänglich. Wenn du eine Organisationsstruktur rasch aus Daten visualisieren willst, die du ohnehin hast, gelingt dir das hier besser als in den meisten Alternativen. Die Diagramm-Engine ist flexibel genug für Layouts abseits der Norm, und die Funktionen für Zusammenarbeit machen sie praktisch für Teams, die gemeinsam an Diagrammen bauen.
Wo es schwächelt. Lucidchart produziert Diagramme. Das Ergebnis ist ein visuelles Artefakt, kein lebendiges System of Record. Es gibt keine Rollenverwaltung, keine Governance, keine Analysen und keinen Mechanismus, der das Diagramm automatisch aktuell hält, wenn sich die Organisation verändert. Wird jemand eingestellt, befördert oder umorganisiert, muss eine Person das Diagramm von Hand nachziehen. In Organisationen, die sich häufig verändern, ist das Diagramm damit dauerhaft veraltet. Warum das zählt, liest du unter dynamische Organigramme im Vergleich zu statischen.
Für wen es sich am besten eignet. Für Organisationen, die einmalig oder selten ein Organigramm zeichnen müssen, besonders aus vorhandenen Datenquellen. Auch stark für Teams, die ohnehin viel mit Diagrammen arbeiten und Organigramme als eine Diagrammart unter vielen in einem einzigen Tool wollen.
Preise. Gratis-Stufe mit eingeschränktem Funktionsumfang. Einzelpläne ab 7.95 $ pro Person und Monat. Business-Pläne ab etwa 44 $ pro Monat. Enterprise-Preise auf Anfrage.
3. Microsoft Visio: Am besten für Organisationen mit Microsoft 365
Microsoft Visio ist einer der ältesten Namen im Geschäftsdiagramm. Als Teil des Microsoft-365-Ökosystems gibt es Desktop- und Webversionen mit umfangreichen Formenbibliotheken, Vorlagen und enger Verzahnung mit Excel, SharePoint und Teams. Wer ohnehin alles andere mit Microsoft 365 macht, geht mit Visio den Weg des geringsten Widerstands.
Visios Organigramm-Fähigkeiten beruhen auf seiner allgemeinen Diagramm-Engine. Du kannst Daten aus Excel oder Active Directory importieren, um Diagramme automatisch zu erzeugen, und die Vorlagenbibliothek enthält mehrere Organigramm-Layouts. Die Desktop-Anwendung erlaubt feingliedrige Kontrolle über Formatierung und Layout, die Webversion (Visio für das Web) bietet leichtere Funktionen für Zusammenarbeit.
Was es gut macht. Wenn deine Organisation schon für Microsoft 365 bezahlt und deine Leute in Teams, SharePoint und Excel leben, fügt sich Visio sauber in dieses Ökosystem ein. Organisationsdaten direkt aus Active Directory oder Excel zu ziehen, spart Handarbeit. Die Formen- und Schablonenbibliothek ist umfangreich, und die Formatierungskontrolle ist fein genug für Ergebnisse in Präsentationsqualität.
Wo es schwächelt. Visio bleibt im Kern eine Desktop-Anwendung, auch wenn es eine Webversion gibt. Die Zusammenarbeit in Echtzeit ist im Vergleich zu cloudnativen Tools begrenzt. Die Lernkurve ist steil: Visios Oberfläche verrät seine Herkunft als professionelles Diagrammwerkzeug, nicht als modernes SaaS-Produkt. Wie Lucidchart produziert Visio statische Diagramme, keine lebendigen Organigramme. Es gibt keine Rollentiefe, keine Governance und keine Organisationsanalysen. Diagramme müssen von Hand gepflegt werden.
Für wen es sich am besten eignet. Für Organisationen, die tief im Microsoft-Ökosystem verankert sind und Organigramme als eine Diagrammart unter vielen brauchen. Für IT-Abteilungen, die bereits Visio-Lizenzen halten und lieber Tools konsolidieren, als neue dazuzunehmen.
Preise. Visio Plan 1 (nur Web) für 5 $ pro Person und Monat. Visio Plan 2 (Desktop und Web) für 15 $ pro Person und Monat. Oft in bestehenden Microsoft-365-Enterprise-Verträgen enthalten.
4. Organimi: Am besten für schnelle, klassische Organigramme
Organimi ist ein cloudbasierter Organigramm-Editor, der eigens fürs Erstellen und Teilen von Organigrammen gebaut wurde. Anders als allgemeine Diagrammwerkzeuge konzentriert sich Organimi ausschliesslich auf Organigramme, was Einrichtung und Erstellung für genau diesen Zweck schneller und intuitiver macht.
Der Drag-and-drop-Editor lässt dich Diagramme von Hand bauen oder Daten aus CSV-Dateien importieren. Diagramme unterstützen benutzerdefinierte Felder, Fotos und Kontaktangaben und lassen sich als PDF, PNG oder PowerPoint exportieren. Organimi bietet ausserdem Integrationen mit Microsoft 365, Google Workspace und Salesforce, um Personaldaten zu übernehmen. Fotowand und Verzeichnisfunktionen legen eine Personenübersicht über das reine Diagramm und machen es für HR-Teams nützlich, die Profile pflegen.
Was es gut macht. Organimi tut eine Sache und tut sie effizient: rasch gut aussehende, klassische Organigramme erstellen. Die zweckgebaute Oberfläche nimmt die Komplexität allgemeiner Diagrammwerkzeuge heraus, und die Exportoptionen machen sie praktisch für Präsentationen, Verwaltungsratsunterlagen und HR-Dokumentation. Für Vertriebsorganisationen ist die Salesforce-Integration besonders nützlich, um Strukturen von Kundenteams sichtbar zu machen.
Wo es schwächelt. Organimi ist ein Diagramm-Editor. Es bietet keine Governance, keine Analysen, kein Verfolgen von Zielen und keine der Funktionen fürs Organisationsmanagement, die Plattformen wie Peerdom mitbringen. Das Preismodell deckelt bei 150 Nutzenden pro Plan, was die Skalierbarkeit für grössere Organisationen einschränkt. Und obwohl benutzerdefinierte Felder etwas Spielraum geben, bleibt das zugrunde liegende Modell klassisch: eine Person, ein Kästchen, eine Berichtslinie. Wie sich Organimi und Peerdom im Ansatz unterscheiden, zeigt Peerdom im Vergleich zu Organimi.
Für wen es sich am besten eignet. Für HR-Teams und Führungskräfte, die klassische Organigramme schnell erstellen und verteilen wollen, ohne sich in ein Diagrammwerkzeug einzuarbeiten. Gut für mittelgrosse Organisationen, die eine sauberere Alternative zu PowerPoint suchen, aber kein Organisationsmanagement brauchen.
Preise. Pläne zwischen 18 und 35 $ pro Monat für bis zu 150 Nutzende. Enterprise-Preise auf Anfrage.
5. Creately: Am besten für KI-gestützte klassische Organigramme und HR-Planungsprozesse
Creately ist eine KI-gestützte Plattform für Organigramme und visuelle Zusammenarbeit, die über einfaches Diagrammieren hinausgeht. Neben einer Gratis-Stufe, die für kleine Teams weiterhin zugänglich bleibt, positioniert es sich inzwischen über strukturierte Personendaten und HR-nahe Prozesse.
Über das Erstellen von Organigrammen aus Vorlagen oder CSV-Importen hinaus unterstützt Creately Suche und Abfragen in natürlicher Sprache, Szenarioplanung für Reorganisationen, historische Organisationsansichten, Matrix- und Dotted-Line-Berichtswege sowie strukturierte Personendaten für Prozesse wie Nachfolgeplanung, Personalplanung und Vergütungsanalyse. Dazu kommen Zusammenarbeit in Echtzeit, das Einklappen von Ästen bei grossen Organisationen und rollenbasierte Sichtbarkeitsregeln für sensible HR-Daten.
Was es gut macht. Creately verbindet eine visuelle Leinwand mit HR-orientierten Funktionen, die den meisten Diagrammwerkzeugen fehlen. Die Suche in natürlicher Sprache macht die Organisation abfragbar, ohne sich durchs Diagramm zu klicken, die Szenarioplanung erlaubt das Durchspielen von Umbauten, und historische Ansichten liefern eine Spur davon, wie sich die Struktur entwickelt hat. Matrix- und Dotted-Line-Berichtswege bilden Organisationen ab, die nicht in einen sauberen Baum passen, und rollenbasierte Sichtbarkeitsregeln lassen HR sensible Felder wie Vergütung angemessen eingrenzen. Die Gratis-Stufe ist ausserdem ein brauchbarer Einstieg für kleine Teams.
Wo es schwächelt. Createlys strukturiertes Datenmodell dreht sich um Menschen: Stellen, Berichtslinien und HR-Attribute. Es bildet Rollen nicht als Portfolios aus Zweck, Verantwortlichkeiten und Domänen ab, die eine Person über mehrere Teams hinweg tragen kann, und es bietet keine Governance-Bausteine wie Wahlen, konsentbasierte Anträge oder Amtszeiten. Prozesse für Nachfolge, Personal und Vergütung sind für HR-getriebene Anwendungsfälle wertvoll, stehen aber neben einer Organisationskarte, die abbildet, wie Autorität und Verantwortung tatsächlich fliessen - sie ersetzen sie nicht. Für Organisationen, die Autorität verteilen oder sich Richtung Rollenstrukturen bewegen, macht dieser Unterschied etwas aus. Zur Einordnung siehe den Leitfaden zu Selbstmanagement-Software.
Für wen es sich am besten eignet. Für HR-getriebene Organisationen, die ein Organigramm wollen, das mit Personendaten und Planungsprozessen (Nachfolge, Personal, Vergütung) auf einer Plattform verbunden ist. Die Gratis-Stufe bleibt ausserdem ein sinnvoller Startpunkt für kleine Teams, die zunächst ein einfaches visuelles Diagramm brauchen.
Preise. Gratis-Stufe für bis zu 3 Mitwirkende mit eingeschränktem Funktionsumfang. Bezahlpläne ab 8 $ pro Person und Monat. Business- und Enterprise-Pläne verfügbar.
6. Miro: Am besten für gemeinsames Whiteboarding samt Organigrammen
Miro ist eine Whiteboard-Plattform mit unendlicher Leinwand für visuelle Zusammenarbeit. Es ist kein Organigramm-Tool; es ist eine Workshop- und Brainstorming-Plattform, die Organigramm-Vorlagen als eines von Hunderten Frameworks mitbringt. Wer Miro ohnehin für Strategiearbeit, Retrospektiven oder Design-Workshops nutzt, kann Organigramme naheliegend auf derselben Leinwand ergänzen.
Miros Stärke ist Zusammenarbeit in Echtzeit, auch mit vielen Menschen. Mehrere Teilnehmende arbeiten gleichzeitig am selben Board, mit Haftnotizen, Kommentaren, Abstimmungen und Timern, was es für moderierte Sessions prädestiniert. Die Organigramm-Vorlagen liefern eine Ausgangsstruktur, die Teams mit Miros freien Werkzeugen anpassen können: Farbcodierung, Notizen, Links und visuelle Gruppierungen, die ein klassischer Diagramm-Editor nicht zulässt.
Was es gut macht. Miro ist herausragend, wenn Organigramme gemeinsam im Workshop entstehen. Wenn du in einer Strategiesession eine neue Organisationsstruktur entwirfst, machen Miros Moderationswerkzeuge das Brainstormen, Iterieren und Einholen von Input aus einer grossen Gruppe in Echtzeit leicht. Die visuelle Freiheit, Organigramme mit Strategie-Canvases, Journey-Mapping und Prozessflüssen auf einem Board zu kombinieren, schafft einen Kontextreichtum, den eigenständige Organigramm-Tools nicht erreichen.
Wo es schwächelt. Miros Organigramme sind Zeichnungen, keine Daten. Hinter dem visuellen Layout steckt kein strukturiertes Datenmodell: keine Rollen, keine Verantwortlichkeiten, kein durchsuchbares Verzeichnis. Du kannst ein Miro-Board nicht per API abfragen, um herauszufinden, wer für eine bestimmte Domäne zuständig ist. Die Diagramme aktualisieren sich nicht automatisch, wenn sich die Organisation verändert. Und weil Miro im Kern ein Whiteboard ist, ist das Organigramm nur eine Haftnotiz-Session davon entfernt, versehentlich verschoben, von einem Brainstorming-Cluster überdeckt oder auf einer unendlichen Leinwand verloren zu gehen, auf der niemand weit genug scrollt.
Für wen es sich am besten eignet. Für Organisationen, die Miro bereits für Moderation und Workshops nutzen und das Erstellen von Organigrammen in diese Sessions einbauen wollen. Nützlich in der Entwurfsphase einer Reorganisation, aber nicht als System of Record für laufendes Organisationsmanagement.
Preise. Gratis-Stufe für bis zu 3 bearbeitbare Boards. Business-Plan für 19 $ pro Person und Monat. Enterprise-Preise auf Anfrage.
7. Talkspirit (Holaspirit): Am besten für Governance speziell für Holacracy
Talkspirit, früher als Holaspirit bekannt, ist ein Governance-Werkzeug speziell für Organisationen, die Holacracy praktizieren. Es bietet Meeting-Moderation, Rollen- und Kreisverwaltung, OKRs, Projektverfolgung über Kanban-Boards und interne Kommunikation, alles rund um das holakratische Governance-Modell gebaut.
Die Plattform setzt Holacracys formale Prozesse getreu um: Governance-Meetings mit strukturierten Antragsrunden, taktische Meetings mit Triage, Rollenwahlen mit konsentbasierter Entscheidungsfindung und Richtlinienverwaltung. Für Organisationen, die Holacracy nach Lehrbuch praktizieren wollen, ist diese Spezialisierung wertvoll: Das Werkzeug erzwingt die Regeln und Taktungen der Methode, statt sie der Auslegung zu überlassen.
Was es gut macht. Talkspirit (Holaspirit) ist die gründlichste digitale Umsetzung von Holacracy-Governance, die es gibt. Die Moderationsfunktionen (strukturierte Agenden, Integration von Anträgen, Bearbeitung von Einwänden) senken den Aufwand der Moderation und helfen Teams, die Methode konsequent zu befolgen. OKR- und Projektfunktionen liefern eine einfache Umsetzungsverfolgung im Governance-Kontext. Für Organisationen, die Holacracy als Betriebssystem übernommen haben und ein Werkzeug wollen, das die Prozesse durchsetzt, liefert Talkspirit das mit hoher Treue.
Wo es schwächelt. Das auf Holacracy zugeschnittene Design ist Stärke und Grenze zugleich. Organisationen, die Soziokratie, Agile im grossen Massstab oder Mischmodelle praktizieren, werden das Werkzeug einengend finden, denn es wurde nicht für methodische Flexibilität gebaut. Die Eingliederung in die breitere Talkspirit-Plattform bringt zusätzliche Komplexität: Nutzende bewegen sich nun in einer kombinierten Suite mit internem Social Networking und Messaging neben den Governance-Werkzeugen, was nach mehr Software wirken kann, als der Governance-Zweck verlangt. Auch der Preis liegt über manchen Alternativen, besonders für kleinere Organisationen. Ein ausführlicher Vergleich der Governance-Ansätze steht unter Peerdom im Vergleich zu Talkspirit (Holaspirit).
Für wen es sich am besten eignet. Für Organisationen, die sich auf strenge Holacracy festgelegt haben und ein Werkzeug wollen, das die Governance-Prozesse der Methode durchsetzt. Weniger geeignet für Organisationen, die mehrere Frameworks mischen oder ihr Governance-Modell im Lauf der Zeit weiterentwickeln wollen.
Preise. Talkspirit veröffentlicht auf seiner Website keine Preise mehr. Organisationen müssen den Vertrieb für eine individuelle Offerte kontaktieren, was einen Kostenvergleich im Vorfeld erschwert.
8. GlassFrog: Am besten für Holacracy-Puristinnen und Puristen
GlassFrog ist eine cloudbasierte Governance-Plattform von HolacracyOne, der Organisation, die Brian Robertson gegründet hat, der Erfinder von Holacracy. Wo andere Werkzeuge Holacracy als eines von mehreren Frameworks unterstützen, wurde GlassFrog von Grund auf als massgebliche digitale Umsetzung der Methode gebaut.
Die Plattform bietet dynamische Organigramme, strukturierte Governance- und taktische Meetings, Projektverfolgung, asynchrone Anträge und Richtlinienverwaltung, alles entlang der konstitutionellen Prozesse von Holacracy. Eine Slack-Integration und FrogBot, ein KI-gestützter Holacracy-Berater, bringen das Werkzeug in den Arbeitsalltag. Als Add-ons gibt es OKRs (1.50 $ pro Person und Monat) und FrogBot AI (1.50 $ pro Person und Monat). GlassFrog enthält ausserdem über 50 eingebaute Lerneinheiten, die Teams durch die Konzepte von Holacracy führen, und ist damit Governance-Werkzeug und Lernplattform zugleich. Holacracy ist das primäre Framework, sekundär werden Soziokratie, Teal und agile Ansätze unterstützt.
Über 1000 Organisationen und 15 000 Nutzende arbeiten mit GlassFrog, darunter Siemens, Danone und ENGIE.
Was es gut macht. GlassFrog bietet die tiefste Holacracy-Umsetzung überhaupt, was wenig überrascht, wenn die Erfinderinnen und Erfinder der Methode dahinterstehen. Der KI-Berater FrogBot hilft Praktizierenden, Governance-Fragen in Echtzeit zu klären, und die eingebauten Lerneinheiten senken den Einarbeitungsaufwand für Teams, die neu in Holacracy sind. GlassFrog bietet zudem eine kostenlose Migration von HolaSpirit an und positioniert sich damit als direkte Alternative für Organisationen, die ihr Governance-Werkzeug überdenken.
Wo es schwächelt. Das auf Holacracy zentrierte Design ist zugleich die grösste Stärke und die grösste Einschränkung. Organisationen mit Soziokratie, Agile im grossen Massstab oder Mischmodellen werden GlassFrog einengend finden, denn das Werkzeug wurde nicht für methodische Flexibilität gebaut. Nutzende berichten von langsamen Ladezeiten bei grösseren Organisationen, und die Projektverfolgung ist im Vergleich zu spezialisierten Projektmanagement-Tools rudimentär. Das Integrationsökosystem geht kaum über Slack und Zapier hinaus. Einen ausführlichen Vergleich der Ansätze findest du unter Peerdom im Vergleich zu GlassFrog.
Für wen es sich am besten eignet. Für Organisationen, die sich auf Holacracy festgelegt haben und die Erfinderinnen und Erfinder des Frameworks hinter ihrem Werkzeug wissen wollen. Wenn Holacracy dein Betriebssystem ist und du die getreueste digitale Umsetzung willst, wurde GlassFrog genau dafür gebaut.
Preise. Gratis für bis zu 10 Nutzende. Premium-Plan für 7 $ pro Person und Monat. OKR-Add-on für 1.50 $ pro Person und Monat. FrogBot-AI-Add-on für 1.50 $ pro Person und Monat.
9. Nestr: Am besten für günstiges Selbstmanagement
Nestr ist eine sinnorientierte Plattform für die Zusammenarbeit selbstorganisierter Teams, 2016 gegründet und in Amsterdam ansässig. Mit sieben Mitarbeitenden und Thomas Thomison, Mitbegründer von Holacracy, als strategischem Berater sitzt Nestr an der Schnittstelle von Governance-Werkzeug und Teamzusammenarbeit.
Die Plattform bietet Kreise, Rollen mit Verantwortlichkeiten, Governance-Anträge, Meeting-Verwaltung mit strukturierten Agenden, Projektboards, Messaging und KI-gestütztes Erzeugen von Organisationsstrukturen. Nestr unterstützt Holacracy, Soziokratie, Teal und DAO-Strukturen, mit frameworkspezifischen Vorlagen, die die Plattform automatisch auf die gewählte Methode einstellen. Eine Funktion für Feedback unter Kolleginnen und Kollegen legt eine leichtgewichtige Leistungsebene über die Governance-Struktur.
Was es gut macht. Nestr bietet den günstigsten Einstieg in Selbstmanagement-Werkzeuge in diesem Vergleich. Für 6 $ pro Person und Monat enthält der Starter-Plan Governance-Anträge, Meeting-Moderation und Rollenverwaltung, also Funktionen, für die Mitbewerber deutlich mehr verlangen. Die moderne Oberfläche ist intuitiv, die eingebaute Meeting-Moderation macht externe Moderationswerkzeuge weitgehend überflüssig, und die DAO-Anbindung macht Nestr zu einer der wenigen Governance-Plattformen, die klassische Organisationen und dezentrale Strukturen verbindet. Frameworkspezifische Vorlagen konfigurieren die Plattform passend zu deiner Methode und verkürzen die Einrichtung.
Wo es schwächelt. Nestr ist ein kleines Team (sieben Personen), was Fragen zu langfristigem Support und Entwicklungstempo im Vergleich zu grösseren Mitbewerbern aufwirft. Die Plattform ist am Markt weniger etabliert, mit kleinerer Nutzerbasis und weniger Enterprise-Referenzen. Die Projektmanagement-Fähigkeiten sind im Vergleich zu spezialisierten Tools begrenzt, und manche Nutzende empfinden die strukturierten Meeting-Formate als starr, wenn ihre Abläufe keiner strengen Governance-Taktung folgen. Einen ausführlichen Vergleich findest du unter Peerdom im Vergleich zu Nestr.
Für wen es sich am besten eignet. Für selbstorganisierte Teams mit knappem Budget, die ein integriertes Governance- und Kollaborationswerkzeug samt Meeting-Moderation wollen. Besonders stark für kleine und mittelgrosse Organisationen, die Holacracy, Soziokratie oder Teal zum ersten Mal einführen und eine günstige Plattform suchen, die durch den Prozess führt.
Preise. Gratis für bis zu 5 Nutzende. Starter-Plan für 6 $ pro Person und Monat. Pro-Plan für 10 $ pro Person und Monat.
10. Rolebase: Die beste Open-Source-Option
Rolebase ist die einzige vollständig quelloffene Organigramm- und Governance-Plattform in diesem Vergleich. Gebaut von Lonestone, einer französischen Softwareagentur, und unter der MIT-Lizenz veröffentlicht, bietet sie eine selbst hostbare Alternative für Organisationen, denen Datensouveränität, Transparenz oder Open Source wichtig sind.
Die Plattform bietet ein dynamisches Organigramm, rollenbasierte Aufgabenzuweisung, Meeting-Koordination, Topics (eine Funktion für strukturierte Entscheidungen und Debatten), iCal-Integration und eine öffentliche API. Rolebase unterstützt Holacracy, Soziokratie 3.0 und Modelle verteilter Governance. Die Codebasis wird aktiv gepflegt, mit über 1149 Commits auf GitHub. Gehostet wird auf europäischen Servern, DSGVO-konform, und die Oberfläche ist zweisprachig (Englisch und Französisch).
Was es gut macht. Rolebase liefert vollständige Open-Source-Transparenz: Du kannst die gesamte Plattform einsehen, verändern und selbst hosten. Für Organisationen in regulierten Branchen oder mit strengen Anforderungen an Datensouveränität gibt das Selbsthosting volle Kontrolle darüber, wo die Daten liegen. Europäisches Hosting und DSGVO-Konformität sind eingebaut, nicht nachträglich angeflanscht. Die Preise sind für KMU und Non-Profits günstig, gemeinnützige Organisationen erhalten freien oder vergünstigten Zugang. Die Topics-Funktion bietet einen strukturierten Zugang zu Entscheidungen und Debatten, der über blosses Aufgabenverfolgen hinausgeht.
Wo es schwächelt. Das Integrationsökosystem ist begrenzt: Eine native Slack- oder Zapier-Integration gibt es noch nicht, was für Organisationen, die auf solche Konnektoren bauen, Handarbeit bedeutet. Die mobile Nutzung ist eingeschränkt, und die Community ist kleiner als bei etablierten Alternativen, was weniger Vorlagen, Anleitungen und Beiträge aus der Community bedeutet. Der Funktionsumfang ist zwar solide, aber weniger ausgereift als bei Plattformen, die länger am Markt sind; die Moderation von Governance-Meetings zum Beispiel ist einfacher gehalten als bei GlassFrog oder Talkspirit. Einen ausführlichen Vergleich findest du unter Peerdom im Vergleich zu Rolebase.
Für wen es sich am besten eignet. Für Organisationen, denen Open Source, Selbsthosting oder europäische Datensouveränität wichtig sind und die mit einer neueren, weniger polierten Plattform zurechtkommen. Besonders reizvoll für technisch versierte Teams, die ihr Governance-Werkzeug anpassen wollen, für Non-Profits auf der Suche nach günstigen Optionen und für Organisationen in regulierten Branchen, in denen Selbsthosting eine Compliance-Anforderung ist.
Preise. Gratis für bis zu 5 aktive Mitglieder. Startup-Plan für 5 EUR pro Person und Monat (bis 200 Mitglieder). Enterprise-Preise auf Anfrage. Non-Profits erhalten freien oder vergünstigten Zugang.
11. Maptio: Am besten für visuelles Initiative-Mapping mit kleinem Budget
Maptio ist ein quelloffenes Werkzeug zum Kartieren von Organisationen, gegründet von Tom Nixon, einem britischen Coach, Autor von Work with Source und Berater für kreative Gründerinnen und Gründer. Die Plattform konzentriert sich auf eine Sache: sinnorientierten Organisationen zu helfen, sichtbar zu machen, wie sich ihre Vision in Initiativen, Teams und Verantwortungsbereiche gliedert. Sie fusst auf Peter Koenigs Source-Prinzipien und der Praxis des “Initiative Mapping”, bei der sichtbar wird, wer wofür verantwortlich ist und wie die Teile zum Ganzen beitragen.
Maptios primäre Ansicht ist eine verschachtelte Kreiskarte, die zeigt, wie grössere Initiativen kleinere enthalten. Du kannst Menschen zu Kreisen hinzufügen, Rollen zuweisen, Themen und Ziele über Initiativen hinweg taggen und die Karte über eine URL öffentlich teilen oder auf einer Website einbetten. Eine Netzwerkansicht zeigt Verbindungen zwischen Personen, die über verschiedene Kreise hinweg arbeiten. 2022 wurde das Werkzeug quelloffen, die Codebasis liegt auf GitHub (TypeScript/Angular).
Was es gut macht. Maptios Preismodell ist sein auffälligstes Merkmal. Statt pro Person zu verrechnen, setzt Maptio auf “Zahle, was sich richtig anfühlt”: Organisationen geben, was sie können, ab 10 $ pro Monat, mit einer Empfehlung von 50 bis 200 $ pro Monat. Das deckt die gesamte Organisation ab (bis 300 Personen), ohne Kosten pro Platz. Für sinnorientierte Organisationen mit knappem Budget fällt damit eine typische Einstiegshürde weg. Weil das Werkzeug quelloffen ist, können technisch versierte Organisationen den Code prüfen, anpassen oder selbst hosten. Das visuelle Kreis-Mapping ist klar und intuitiv, und die Möglichkeit, Karten öffentlich zu teilen, hilft Organisationen, die ihre Struktur auch nach aussen erklären wollen.
Wo es schwächelt. Maptio ist ein Kartierungswerkzeug, keine Plattform fürs Organisationsmanagement. Es bietet keine Governance-Funktionen (keine Wahlen, keine konsentbasierten Anträge, keine Meeting-Moderation), kein Verfolgen von Zielen, keine Analysen, keinen Änderungsverlauf und kein modulares App-Ökosystem. Es gibt kein SSO, keine veröffentlichte API für Integrationen von Drittanbietern und keine Enterprise-Funktionen wie Prüfpfade oder Compliance-Zertifizierungen. Das Entwicklungsteam ist klein, entsprechend begrenzt sind Weiterentwicklung und Supportkapazität im Vergleich zu grösseren Plattformen. Zum Zeitpunkt des Schreibens eignet sich Maptio am besten für kleinere Organisationen (etwa 12 bis 150 Personen), die eine visuelle Karte ihrer Struktur brauchen und keine vollwertige Governance- oder Betriebsplattform. Wie sich Maptio und Peerdom im Ansatz unterscheiden, zeigt Peerdom im Vergleich zu Maptio.
Für wen es sich am besten eignet. Für sinnorientierte Organisationen, Non-Profits, Sozialunternehmen und Kollektive, die eine bezahlbare, visuell klare Möglichkeit brauchen, ihre Struktur zu kartieren und mit der Welt zu teilen. Besonders passend für Organisationen, die sich an Source-Prinzipien, Initiative Mapping oder anderen nicht vorschreibenden Ansätzen der Selbstorganisation orientieren. Wenn du vor allem eine schöne, teilbare Organisationskarte brauchst und kein Governance-Werkzeug, kein Zielsystem und keine Enterprise-Integrationen, lohnt sich ein Blick auf Maptio.
Preise. Modell “Zahle, was sich richtig anfühlt”, ab 10 $ pro Monat für die gesamte Organisation (bis 300 Personen). Empfohlene Beiträge zwischen 50 und 200 $ pro Monat. Für sinnorientierte Initiativen mit wenig Mitteln ist manchmal freier Zugang möglich. Der quelloffene Code ist auf GitHub frei verfügbar.
Welches Tool passt zu dir?
Das richtige Organigramm-Tool hängt weniger von Funktionen ab als davon, welches Problem du tatsächlich löst. Hier sind typische Situationen und die Tools, die am besten dazu passen.
“Wir brauchen ein Organigramm für eine Verwaltungsratspräsentation.” Lucidchart oder Visio. Du brauchst ein sauberes Diagramm, keine Plattform fürs Organisationsmanagement. Daten importieren, Diagramm formatieren, nach PowerPoint exportieren, fertig.
“Wir wollen, dass alle in der Organisation jede Person finden und verstehen, wer was macht.” Peerdom. Das ist der Kernzweck einer lebendigen Organisationskarte: durchsuchbar, navigierbar und immer aktuell. Ein statisches Diagramm wird das in keiner nennenswerten Grösse leisten.
“Neue Mitarbeitende sagen, sie seien sofort orientiert - im Gegensatz zu früheren Organisationen, wo das Jahre gedauert hat!” — Christophe Barman, Loyco
“Wir sind ein kleines Team ohne Budget und brauchen einfach etwas Einfaches.” Creately. Die Gratis-Stufe reicht für ein kleines Team, das ein simples visuelles Diagramm braucht. Wechsle, wenn du herauswächst.
“Wir nutzen ohnehin Microsoft 365 für alles und wollen kein weiteres Tool.” Visio. Es ist schon in deinem Ökosystem. Die Organigramm-Fähigkeiten sind einfach, aber die Reibung bei der Integration ist minimal.
“Wir brauchen ein Organigramm für eine HR-Planungsübung, nicht für den Alltag.” Organimi. Eigens gebaut, um klassische Organigramme schnell zu erstellen und zu exportieren. Rasch aufgesetzt, einfach zu teilen.
“Wir entwerfen in einem Strategie-Workshop eine neue Organisationsstruktur.” Miro. Die Funktionen fürs gemeinsame Whiteboarding machen es ideal für moderierte Design-Sessions. Wechsle das Werkzeug, sobald die Struktur steht und gepflegt werden muss.
“Wir praktizieren Holacracy und wollen Governance plus eingebaute Kommunikation.” Talkspirit (Holaspirit). Es verbindet Holacracy-Governance mit internem Social Networking und Messaging. Wenn du Governance und Teamkommunikation in einer Suite willst, bietet Talkspirit diese Breite, auch wenn die Zusatzfunktionen nach mehr Software wirken können, als du für Governance allein brauchst.
“Wir praktizieren strenge Holacracy und wollen das Werkzeug der Erfinderinnen und Erfinder.” GlassFrog. Von HolacracyOne gebaut, ist es die getreueste digitale Umsetzung der Methode. Wenn Holacracy dein Betriebssystem ist, wurde GlassFrog dafür gemacht.
“Wir wollen Selbstmanagement-Werkzeuge bei knappem Budget.” Nestr. Für 6 $ pro Person und Monat mit eingebauter Meeting-Moderation und Governance bietet es selbstorganisierten Teams viel Gegenwert, ohne Enterprise-Preise.
“Wir wollen eine quelloffene Plattform, die wir selbst hosten können.” Rolebase. Es ist die einzige vollständig quelloffene, selbst hostbare Governance-Plattform in dieser Kategorie. Selbst hosten für volle Datenkontrolle, oder die SaaS-Version für Bequemlichkeit. Maptio ist ebenfalls quelloffen, konzentriert sich aber aufs Kartieren statt auf Governance.
“Wir sind eine sinnorientierte Organisation und brauchen eine bezahlbare visuelle Karte unserer Struktur.” Maptio. Das Modell “Zahle, was sich richtig anfühlt” räumt finanzielle Hürden weg, und das visuelle Kreis-Mapping ist klar und teilbar. Wenn es dir vor allem darum geht, deine Struktur sichtbar zu machen, und nicht darum, sie mit Wahlen, Zielen oder Analysen zu führen, passt Maptio gut.
“Wir verteilen Autorität, legen uns aber nicht auf eine Methode fest.” Peerdom. Es unterstützt Holacracy, Soziokratie, Agile, Beta Codex, Teal, das Spotify Model und Mischmodelle - oder gar kein bestimmtes Framework. Die Freiheit, das Governance-Modell weiterzuentwickeln, ohne das Werkzeug zu wechseln, ist sein entscheidender Vorteil. Mehr dazu, wie sich Werkzeuge über verschiedene Selbstmanagement-Frameworks hinweg beurteilen lassen, steht im Leitfaden zu Selbstmanagement-Software.
“Wir wollen ein Organigramm, das auch Ziele, Wahlen, Analysen und Integrationen abdeckt.” Peerdom. Die 11 modularen Apps führen die Plattform weit über das Organigramm hinaus in den Organisationsalltag. Kein anderes Tool auf dieser Liste bietet vergleichbare Breite und behält dabei die Organisationskarte als zentrale Oberfläche.
“Smart, einfach, flexibel und transparent. Ein Gamechanger für wirklich agile Organisationen.” — Germain Augsburger, BKW
“Wir vergleichen Peerdom mit einer Tabelle oder mit PowerPoint.” Unter Peerdom im Vergleich zu Excel-Organigrammen findest du einen fokussierten Vergleich dessen, was du gewinnst und was du aufgibst, wenn du von Handarbeit auf eine spezialisierte Plattform wechselst.
Häufige Fragen
Was ist die beste kostenlose Organigramm-Software?
Fürs blosse Erstellen von Organigrammen bietet Creately unter den hier besprochenen Tools die leistungsfähigste Gratis-Stufe, inklusive Zusammenarbeit in Echtzeit und CSV-Import. Creately ist über reines Diagrammieren hinausgewachsen, mit KI-gestützten Funktionen und strukturierten Personendaten, wobei vieles davon in den Bezahlstufen liegt. Peerdoms Gratis-Stufe (bis 10 Nutzende) enthält die vollständige Plattform fürs Organisationsmanagement samt Rollenmodell und bietet damit eine andere Tiefe für Teams, die bereit sind, in Rollen und Verantwortlichkeiten statt in Stellen zu denken.
Kann ich ein Diagrammwerkzeug wie Lucidchart als Organigramm nutzen?
Ja, aber mit wichtigen Einschränkungen. Diagrammwerkzeuge produzieren statische Grafiken, die bei jeder organisatorischen Veränderung von Hand nachgezogen werden müssen. Sie bilden keine Rollen, keine Verantwortlichkeiten und keine Governance ab; sie bilden Formen und Linien ab. Für ein einmaliges Diagramm oder eine jährliche Präsentation reicht ein Diagrammwerkzeug. Für dauerhafte organisatorische Klarheit erzeugt es mehr Arbeit, als es spart. Der Vergleich dynamische und statische Organigramme erklärt diesen Kompromiss im Detail.
Worin unterscheidet sich Organigramm-Software von HRIS-Software?
HRIS-Plattformen (Human Resource Information System) wie Workday, BambooHR oder Personio verwalten Beschäftigungsdaten: Lohn, Sozialleistungen, Verträge, Abwesenheiten. Organigramm-Software bildet Organisationsstruktur ab: wer was tut, wer über welche Entscheidungen Autorität hat, wie Teams zusammenhängen. Die beiden ergänzen sich. Das HRIS weiss, dass jemand angestellt ist; das Organigramm zeigt, welche Rollen diese Person trägt und wofür diese Rollen verantwortlich sind. Viele Organisationen verbinden beides über API-Integrationen.
Brauche ich spezielle Software für Holacracy oder Soziokratie?
Nicht zwingend. GlassFrog und Talkspirit (Holaspirit) sind beide speziell für Holacracy gebaut. GlassFrog, von den Erfinderinnen und Erfinder von Holacracy bei HolacracyOne entwickelt, bietet die reinste Umsetzung der Methode. Talkspirit, früher als Holaspirit bekannt, verbindet Holacracy-Governance mit breiteren Kommunikations- und Kollaborationsfunktionen. Nestr und Rolebase unterstützen Holacracy und Soziokratie ebenfalls, zu tieferen Preisen. Plattformen wie Peerdom unterstützen jedoch Holacracy, Soziokratie und weitere Governance-Modelle, ohne an ein Framework gebunden zu sein. Wenn deine Organisation strenge Holacracy praktiziert und werkzeuggestützte Prozesse will, sind GlassFrog oder Talkspirit die spezifischere Wahl. Wenn du dein Governance-Modell mit der Zeit anpassen willst, ist eine frameworkunabhängige Plattform praktischer. Der Leitfaden zu Holacracy-Werkzeugen und -Praktiken beleuchtet dieses Feld ausführlich.
Worauf soll ich bei Organigramm-Software für ein Grossunternehmen achten?
Auf Skalierbarkeit, Governance und Integration. Das Werkzeug muss bei Tausenden oder Zehntausenden Menschen schnell und navigierbar bleiben. Es sollte rollenbasierte Zugriffsrechte unterstützen, damit sensible Strukturinformationen angemessen eingeschränkt werden können. Die Integration mit deinen bestehenden HR-, Identitäts- und Projektmanagement-Systemen ist entscheidend, damit kein weiteres Datensilo entsteht. Und die Organisationsanalysen sollten Muster sichtbar machen, die in dieser Grösse sonst unsichtbar bleiben: Rollenkonzentration, ungleiche Auslastung, Governance-Engpässe. Peerdom bedient Unternehmen wie Bayer, Lufthansa und die ETH Zürich, mit Organisationen bis zu 30 000 Personen.
Hilft Organigramm-Software bei Reorganisationen und Fusionen?
Ja. Das ist einer der wertvollsten Anwendungsfälle für dynamische Organigramm-Plattformen. Werkzeuge mit Entwürfen oder Szenarioplanung lassen dich neue Strukturen entwerfen, Varianten vergleichen und Änderungen veröffentlichen, alles in derselben Plattform, die deine aktuelle Organisationskarte hält. Statische Werkzeuge verlangen, dass du für jedes Szenario ein Diagramm von Grund auf neu baust. Peerdoms Entwürfe-App ist genau dafür gemacht: Änderungen modellieren, zur Durchsicht teilen und veröffentlichen, sobald die neue Struktur bestätigt ist.
Was kostet Organigramm-Software üblicherweise?
Die Preise gehen weit auseinander. Diagrammwerkzeuge wie Lucidchart beginnen bei rund 8 $ pro Person und Monat. Microsoft Visio liegt zwischen 5 und 15 $ pro Person und Monat. Spezialisierte Organigramm-Editoren wie Organimi verlangen 18 bis 35 $ pro Monat für bis zu 150 Nutzende. Vollwertige Plattformen fürs Organisationsmanagement wie Peerdom starten bei CHF 5 pro Person und Monat, mit einer Gratis-Stufe für kleine Teams. Talkspirit veröffentlicht keine Preise (Offerte über den Vertrieb). GlassFrog kostet 7 $ pro Person und Monat plus optionale Add-ons für OKRs und KI-Funktionen. Nestr liegt zwischen 6 und 10 $ pro Person und Monat. Rolebase verlangt 5 EUR pro Person und Monat, oder ist gratis, wenn du die quelloffene Version selbst hostest. Maptio nutzt das Modell “Zahle, was sich richtig anfühlt”, ab 10 $ pro Monat für die gesamte Organisation. Entscheidend sind die Gesamtkosten: Ein “kostenloses” Werkzeug, das jeden Monat Stunden an Handarbeit verlangt, ist nicht wirklich kostenlos. Peerdoms vollständige Preisübersicht findest du unter Preise.
Kann ich von einem Organigramm-Tool zu einem anderen wechseln?
In den meisten Fällen ja. Werkzeuge mit CSV-Import (Peerdom, Lucidchart, Organimi, Creately) erlauben es, die aktuelle Struktur als Tabelle zu exportieren und in eine neue Plattform zu importieren. Für einfache Daten aus Name, Funktion und Abteilung ist das unkompliziert. Rollenstrukturen mit Verantwortlichkeiten, Governance-Historie und Zieldaten brauchen eine sorgfältigere Migrationsplanung. Peerdom unterstützt sowohl CSV-Import als auch API-gestützte Migration für Organisationen, die von anderen Plattformen kommen.
Bereit, den Unterschied zu sehen?
- Kartiere deine Organisation gratis: Peerdom ist bis 10 Nutzende kostenlos, mit vollem Zugang zur Organisationskarte, zu Rollen und zu den Apps.
- Unsicher, welcher Ansatz passt? Buche eine Demo, und wir gehen deine konkrete Organisationsstruktur und deine Bedürfnisse gemeinsam durch.