Peerdom vs Nestr: Plattformen fürs Organisationsmanagement im Vergleich

Bastiaan Van Rooden 7. November 2025

Peerdom und Nestr helfen beide selbstorganisierten Teams dabei, Rollen abzubilden und ihre Struktur zu gestalten. Doch sie unterscheiden sich in Philosophie, Flexibilität und Umfang. Hier ein ehrlicher Vergleich, damit du dich entscheiden kannst.

Wenn du eine Plattform suchst, um die Rollen, Kreise und Governance deiner Organisation abzubilden, tauchen Peerdom und Nestr beide auf deiner engeren Liste auf. Beide nehmen organisatorische Klarheit ernst. Beide unterstützen selbstorganisierte Teams. Und beide sind überzeugt, dass sichtbare Struktur die Grundlage für bessere Zusammenarbeit ist.

Doch sie unterscheiden sich in Philosophie, Flexibilität und darin, wo sie die Grenzen dessen ziehen, was ein Werkzeug leisten soll. Peerdom ist methodenoffen und funktioniert für jedes Organisationsmodell, von Holacracy und Soziokratie über Beta Codex und das Spotify-Modell bis zu flachen Strukturen, klassischen Hierarchien und eigenen Mischformen. Nestr ist methodenorientiert und wurde gezielt für Teams gebaut, die Holacracy, Soziokratie, Teal und DAO-Governance praktizieren. Dieser Unterschied im Ausgangspunkt prägt alles Weitere: Funktionen, Flexibilität, Preise und die Richtung, in die sich beide Plattformen entwickeln.

Dieser Vergleich soll dir zu einer fundierten Entscheidung verhelfen. Peerdom ist unser Produkt, wir sind also naturgemäss befangen - aber ein nützlicher Vergleich verlangt Ehrlichkeit, und genau die bekommst du hier.

Was ist Nestr?

Nestr ist eine sinnorientierte Kollaborationsplattform für selbstorganisierte Teams. 2016 von Joost Schouten in Neuseeland gegründet, mit einem Entwicklungsteam in Amsterdam, bietet Nestr Werkzeuge, um Kreise und Rollen abzubilden, Governance-Anträge zu bearbeiten, Meetings zu moderieren und Projekte innerhalb von Selbstorganisations-Frameworks zu führen. Thomas Thomison, Mitbegründer von Holacracy, ist strategischer Berater des Unternehmens.

Nestr unterstützt Holacracy, Soziokratie, Teal und DAO-Governance. Es positioniert sich als Plattform speziell für Organisationen, die sich bereits auf ein Selbstorganisations-Framework festgelegt haben und Software brauchen, welche die Abläufe dieser Methodik nachbildet. Das Team ist eigenfinanziert und zählt rund sieben Mitarbeitende, die Preise starten mit einem kostenlosen Tarif für bis zu fünf Nutzende.

Was ist Peerdom?

Peerdom ist eine methodenoffene Plattform fürs Organisationsmanagement. Sie bildet ab, wie deine Organisation tatsächlich arbeitet: Rollen, Verantwortlichkeiten, Teams, Ziele und Governance, unabhängig davon, welcher Managementmethodik du folgst. Ob deine Organisation Holacracy, Soziokratie, agile Ansätze, eine klassische Hierarchie oder eine eigene Mischform praktiziert, bei der verschiedene Abteilungen verschiedene Modelle nutzen: Peerdom bringt alles in derselben Karte unter.

Peerdom sieht kein einzelnes Framework als Goldstandard. Es sieht organisatorische Klarheit als Ziel. Die Methodik ist deine Wahl. Die Plattform passt sich deiner Struktur an, statt zu verlangen, dass deine Struktur sich der Plattform anpasst.

Mit über 250 Kundinnen und Kunden in 18 Ländern, darunter Bayer, Lufthansa, Greenpeace, MSF und die ETH Zürich, skaliert Peerdom von Teams mit 3 Personen bis zu Organisationen mit 30’000. Es bietet 11 modulare Apps, eine GraphQL API und Daten, die in der Schweiz gehostet und DSGVO-konform sind.

Direkter Vergleich

FunktionNestrPeerdom
PhilosophieMethodenspezifisch: gebaut für Holacracy, Soziokratie, Teal, DAOsMethodenoffen: funktioniert für jedes Organisationsmodell
OrganisationsdarstellungKreis- und Rollenansichten innerhalb der unterstützten FrameworksDynamische Karten mit Kreis-, Baum- und Listenansicht für jede Struktur
RollenverwaltungRollen mit Verantwortlichkeiten innerhalb des Governance-FrameworksRollen mit Zweck, Verantwortlichkeiten, Domänen und dazu eigene Felder
Governance-AnträgeEingebaute Abläufe für Anträge und EntscheidungenEntwürfe-App zum Modellieren und Prüfen von Strukturänderungen
Meeting-VerwaltungEingebaute Moderation für Governance- und taktische MeetingsNicht eingebaut; verbindet sich mit spezialisierten Meeting-Tools
ZielverfolgungKeine KernfunktionZiele-App: OKR, KPI, SMART und eigene Frameworks
ProjektmanagementProjekt-Boards innerhalb von KreisenProjekte-App, verknüpft mit Rollen und Gruppen
KommunikationNachrichten entlang der KreiseVerbindet sich mit Microsoft Teams und Slack
WahlenMethodenspezifische WahlverfahrenWahlen-App mit mehreren Wahlverfahren
FeedbackFunktionen für Feedback unter Kolleginnen und KollegenFeedback-App mit organisatorischem Kontext
ÄnderungshistorieEingeschränktJournal mit lückenlosem Prüfpfad und Rot-Grün-Diff
App-ÖkosystemGebündelter FunktionsumfangModular: 11 einzelne Apps, die du aktivieren oder deaktivieren kannst
API und IntegrationenBegrenzte IntegrationsmöglichkeitenGraphQL API, Webhooks, Zapier, Pipedream, n8n, Microsoft Teams
KI-FunktionenKI-Werkzeug zum Generieren von OrganisationenMCP-Integration, per API zugänglich für Governance mit KI-Agenten
SSONicht angegebenMicrosoft Entra, Google Workspace, Okta
DatenhaltungIn der CloudIn der Schweiz gehostet, DSGVO-konform
PreiseGratis (5 Nutzende), Starter 6 $/Person/Monat, Pro 10 $/Person/MonatGratis (10 Nutzende), danach CHF 5/Person/Monat
GrösseKleine bis mittlere selbstorganisierte Teams3 bis 30’000 Personen, in jedem Organisationsmodell
KundschaftWachsend, vor allem in der Selbstorganisations-CommunityÜber 250 Kundinnen und Kunden in 18 Ländern, darunter Konzerne

Die Vergleichstabelle zeigt ein Muster: Nestr bietet Tiefe innerhalb bestimmter Selbstorganisations-Frameworks, während Peerdom Breite über jedes Organisationsmodell hinweg bietet, mit einem modularen Ansatz, bei dem du wählst, was du brauchst.

Wo Nestr stark ist

Eingebaute Meeting-Moderation

Das ist Nestrs stärkstes Unterscheidungsmerkmal. Wenn deine Organisation Governance-Meetings und taktische Meetings nach holakratischen oder soziokratischen Verfahren durchführt, bietet Nestr strukturierte Meeting-Moderation direkt in der Plattform. Du kannst Traktanden abarbeiten, Governance-Anträge behandeln und Ergebnisse festhalten, ohne das Werkzeug zu verlassen. Für Teams, die ihren Governance-Prozess und ihre Governance-Software in derselben Oberfläche haben wollen, ist das wirklich nützlich.

Methodenspezifische Vorlagen

Nestr wurde für bestimmte Selbstorganisations-Frameworks gebaut, und dieser Fokus ist spürbar. Wenn deine Organisation Holacracy, Soziokratie oder Teal-Prinzipien folgt oder als DAO funktioniert, liefert Nestr Vorlagen und Abläufe, die sich direkt an diesen Methodiken orientieren. Die Plattform spricht die Sprache dieser Frameworks von Haus aus. Mit Thomas Thomison als strategischem Berater sitzt die Nähe zu Holacracy tief.

Nachrichten entlang der Kreise

Nestr bringt eingebaute Nachrichtenfunktionen mit, organisiert entlang der Kreise. Wenn dein Team noch kein Slack oder Microsoft Teams nutzt und Kommunikationskanäle will, die eure Governance-Struktur spiegeln, erübrigt sich damit ein separates Kommunikationswerkzeug. Für kleine, selbstorganisierte Teams, die den Wildwuchs an Werkzeugen klein halten wollen, ist es praktisch, die Nachrichten in der Governance-Plattform zu haben.

Günstiger Einstieg

Nestrs Preise sind konkurrenzfähig. Der kostenlose Tarif deckt fünf Nutzende ab, der Starter-Tarif kostet 6 $ pro Person und Monat, der Pro-Tarif 10 $. Für kleine selbstorganisierte Teams mit knappem Budget sind das zugängliche Preispunkte. Die DAO-Anbindung positioniert Nestr zudem für dezentrale Organisationen, die andere Finanzierungsmodelle haben können.

KI-generierte Organisationen

Nestr bietet ein KI-gestütztes Werkzeug, das Organisationsstrukturen erzeugt. Für Teams, die bei der Selbstorganisation bei null anfangen und eine Vorlage zum Loslegen brauchen, kann das die erste Einrichtung beschleunigen.

Wo Peerdom stark ist

Methodenoffene Flexibilität

Das ist der grundlegende philosophische Unterschied zwischen den beiden Plattformen. Nestr fragt: “Welches Selbstorganisations-Framework praktiziert ihr?” Peerdom fragt: “Wie arbeitet eure Organisation tatsächlich?”

Die meisten Organisationen sind in der Praxis Mischformen. Eine Abteilung lebt Soziokratie, eine zweite arbeitet agil, eine dritte folgt autonomen Teams nach Buurtzorg-Art, eine vierte behält die klassische Berichtsstruktur, und die Geschäftsleitung folgt noch einem ganz anderen Modell. Peerdom zwingt dich nicht, ein Framework zu wählen und es überall gleich anzuwenden. Es bildet ab, welche Struktur auch immer du hast, und lässt verschiedene Teile der Organisation innerhalb derselben Plattform nach verschiedenen Modellen arbeiten.

Diese Flexibilität bedeutet auch, dass Peerdom Organisationen in jeder Phase ihres Wegs begleitet. Du kannst mit einem klassischen Organigramm starten, in einem Team rollenbasierte Governance einführen und von dort ausbauen. Du kannst im Betriebskreis Holacracy praktizieren und im Produktteam agil arbeiten. Das Werkzeug wächst mit eurer organisatorischen Reife, statt euch am ersten Tag ein bestimmtes Framework abzuverlangen.

“Während wir mit Peerdom abbildeten, wie unser Unternehmen bisher gearbeitet hat, war es wie eine Offenbarung … wir haben über unsere 20 Jahre alte Firma Dinge gelernt, die wir nie zuvor gesehen hatten, und sind dadurch um so vieles reicher.” — Sean Daly, Director, SOLID Structures & Infrastructure

Für Organisationen, die verschiedene Governance-Modelle ausloten oder sich noch auf kein einzelnes Framework festgelegt haben, vermeidet Peerdoms offener Ansatz ein verfrühtes Festfahren. Einen tieferen Blick auf die Landschaft der Governance-Ansätze gibt der Leitfaden zu Holacracy-Werkzeugen und -Praktiken.

Visuelles Kartografieren als Kernfunktion

Peerdom beschreibt sich selbst als “Google Maps für die Arbeitswelt”, und das Bild passt. Die Organisationskarte ist kein Nebenprodukt einer Datenbank, sie ist die zentrale Oberfläche. Du navigierst durch deine Organisation über Kreisansichten (verschachtelte Governance-Strukturen), Baumansichten (hierarchische Perspektive) und Listenansichten (flach und durchsuchbar). Rollen, Teams, Ziele und Projekte sind alle auf der Karte sichtbar, farblich codiert und interaktiv.

Dieser visuelle Ansatz wirkt sich unmittelbar auf das Onboarding und die tägliche Orientierung aus. Wenn eine neue Person die Karte öffnet und sofort versteht, wer was macht, wo sie selbst hingehört und wen sie zu einem bestimmten Thema fragen kann, ist das organisatorische Klarheit, die sich schnell auszahlt.

“Peerdom ist, als würde man den Nebel über einem Gebiet lichten, das man nicht ganz sehen kann.” — Jon Barnes, Peerdom Companion

Modulares App-Ökosystem

Peerdom bietet 11 einzelne Apps, die du je nach Bedarf aktivieren oder deaktivieren kannst: Ziele, Projekte, Verzeichnis, Journal, Wahlen, Feedback, Entwürfe, Netzwerk, Einblicke, Seiten und Beitrag. Diese Modularität heisst: Du bezahlst nicht für Funktionen, die du nicht nutzt, und musst dich auch nicht durch sie hindurchklicken. Du kannst mit der Karte und den Rollen anfangen, Ziele dazunehmen, wenn du bereit für OKR bist, Wahlen ergänzen, wenn du formelle Governance-Prozesse willst, und Journal aktivieren, wenn du einen lückenlosen Prüfpfad brauchst.

Nestr bündelt seine Funktionen in einem einzigen Paket. Das passt, wenn du alles brauchst, was darin steckt. Peerdoms Ansatz respektiert das Prinzip, dass verschiedene Organisationen verschiedene Werkzeuge brauchen und dass sich Bedürfnisse mit der Zeit ändern.

Lückenlose Änderungshistorie

Peerdoms Journal liefert einen vollständigen Prüfpfad über jede organisatorische Änderung, mit Rot-Grün-Diffs, die genau zeigen, was sich wann und durch wen geändert hat. Für Rechenschaft in der Governance ist das unverzichtbar. Wenn jemand fragt “Wann haben sich die Verantwortlichkeiten dieser Rolle geändert?” oder “Wer hat diese Umstrukturierung vorgeschlagen?”, hat das Journal die Antwort. Eine so feine Nachverfolgung von Änderungen findet man auf anderen Plattformen selten.

Integrationen und API auf Konzernniveau

Peerdom stellt eine GraphQL API bereit und unterstützt Webhooks, sodass sich die gesamte Organisationsstruktur programmatisch ansprechen lässt. Integrationen mit Zapier, Pipedream, n8n und Microsoft Teams sorgen dafür, dass Peerdom sich in bestehende Werkzeuglandschaften einfügt, statt sie zu ersetzen. Für Konzerneinsätze steht SSO über Microsoft Entra, Google Workspace und Okta bereit.

Nestrs Integrationsmöglichkeiten sind begrenzter, was für Organisationen mit gewachsenem Werkzeug-Stack einschränkend sein kann, wenn ihre Governance-Plattform an HR-Systeme, Projektmanagement-Tools oder Automatisierungen andocken soll.

Bereit für KI und MCP-Integration

Peerdoms API und Rollenmodell sind so gebaut, dass KI-Agenten darauf zugreifen können. Organisationen können KI-Agenten als Rolleninhabende einsetzen und damit echte Zusammenarbeit von Mensch und KI innerhalb der Governance-Struktur ermöglichen. Die MCP-Integration (Model Context Protocol) bedeutet, dass KI-Werkzeuge deine Organisationsstruktur programmatisch abfragen und mit ihr arbeiten können. Je stärker Organisationen KI in ihren Betrieb einbinden, desto wichtiger wird eine Governance-Plattform, die menschliche und künstliche Akteure abbilden und verwalten kann.

Grösse und Erfolgsbilanz

Peerdom bedient über 250 Organisationen in 18 Ländern, von Startups bis zu Konzernen wie Bayer, Lufthansa und Greenpeace. Die Plattform skaliert von 3 bis 30’000 Personen. Nestr ist mit rund sieben Mitarbeitenden und einem eigenfinanzierten Geschäftsmodell kleiner und steht früher in seiner Entwicklung. Das ist kein Ausschlusskriterium, jede Plattform fängt einmal an, aber es ist eine praktische Überlegung, wenn du langfristige Verlässlichkeit, Supportkapazität und Entwicklungstempo beurteilst.

“Klug, einfach, flexibel und transparent. Ein Gamechanger für wirklich agile Organisationen.” — Germain Augsburger, BKW

Datensouveränität

Alle Peerdom-Daten liegen in Schweizer Rechenzentren und sind vollständig DSGVO-konform. Die Schweizer Datenschutzstandards gehören zu den strengsten weltweit, und für Organisationen in regulierten Branchen oder mit strikten Vorgaben zum Speicherort der Daten bietet das Hosting in der Schweiz eine zusätzliche Sicherheit. Alle Details findest du auf der Preisseite.

Die Kernfrage: methodenspezifisch oder methodenoffen?

Die wichtigste Entscheidung zwischen Peerdom und Nestr betrifft nicht einzelne Funktionen. Es geht um die Philosophie.

Wenn deine Organisation sich vollständig auf Holacracy, Soziokratie oder Teal festgelegt hat und Software will, die genau diese Methodik durchsetzt und begleitet, dürfte sich Nestrs methodenspezifischer Ansatz natürlich anfühlen. Die Meeting-Moderation, die Governance-Anträge und die Framework-Vorlagen sind für genau diesen Fall gebaut.

Wenn deine Organisation eine Mischform ist, ihr Governance-Modell weiterentwickelt oder die Freiheit will, abzubilden, wie Arbeit wirklich passiert, ohne von einer bestimmten Methodik eingeengt zu werden, gibt dir Peerdoms methodenoffener Ansatz Raum zum Wachsen. Du musst dich auf kein Framework festlegen, um mit Peerdom zu starten. Du bildest deine Organisation einfach so ab, wie sie ist, und entwickelst sie von dort weiter.

Einen breiteren Blick darauf, wie verschiedene Werkzeuge Organisationen in unterschiedlichen Phasen dienen, gibt unser Leitfaden zu Software für Selbstorganisation über die ganze Kategorie hinweg.

Welche Plattform passt zu deiner Organisation?

Wähle Nestr, wenn:

  • Deine Organisation Holacracy, Soziokratie, Teal oder DAO-Governance vollständig übernommen hat und Software will, die genau für dieses Framework gebaut ist.
  • Du eingebaute Moderation für Governance- und taktische Meetings brauchst und kein separates Meeting-Werkzeug nutzen möchtest.
  • Du Nachrichten entlang der Kreise direkt in deiner Governance-Plattform bevorzugst.
  • Ihr ein kleines, selbstorganisiertes Team seid, das ein einziges Werkzeug für Governance, Kommunikation und Anträge will.
  • Ihr als DAO funktioniert und Governance-Werkzeuge braucht, die mit Blockchain zusammenspielen.
  • Methodenspezifische Vorlagen und Abläufe, die exakt zu eurer Methodik passen, oberste Priorität haben.

Wähle Peerdom, wenn:

  • Deine Organisation ein hybrides Governance-Modell nutzt oder ihr Modell im Lauf der Zeit weiterentwickeln will.
  • Du eine Plattform brauchst, die für Holacracy, Soziokratie, agile Ansätze, klassische Hierarchie oder eigene Strukturen gleichermassen funktioniert.
  • Visuelle Organisationskarten für Orientierung, Onboarding und tägliche Klarheit wichtig sind.
  • Du eine modulare Plattform willst, auf der du nur die Apps aktivierst, die du brauchst.
  • Du bereits Microsoft Teams, Slack oder andere Kollaborationswerkzeuge nutzt und willst, dass sich deine Governance-Plattform damit verbindet, statt sie zu ersetzen.
  • Du einen lückenlosen Prüfpfad organisatorischer Änderungen mit detaillierten Diffs brauchst.
  • Integrationen auf Konzernniveau (GraphQL API, Webhooks, SSO, Zapier, Pipedream, n8n) Voraussetzung sind.
  • Bereitschaft für KI und die Möglichkeit, KI-Agenten in deiner Governance-Struktur abzubilden, für deine Roadmap zählen.
  • Datensouveränität mit Hosting in der Schweiz Voraussetzung ist.
  • Du eine Plattform brauchst, die von kleinen Teams bis zu Tausenden von Personen skaliert, mit einer belegten Erfolgsbilanz über 250+ Organisationen hinweg.

Einen tieferen Blick darauf, wie sich dynamische Organigramme im Vergleich zu statischen Ansätzen schlagen und wie lebendige Karten die tägliche Arbeit von Teams verändern, gibt dieser Leitfaden über das ganze Spektrum.

Häufig gestellte Fragen

Kann Peerdom Holacracy unterstützen, wenn wir aktuell Nestr nutzen?

Ja. Peerdom unterstützt holakratische Strukturen vollumfänglich: Kreise, Rollen mit Zweck und Verantwortlichkeiten, Lead Links, Rep Links und Governance-Prozesse. Viele Organisationen nutzen Peerdom für Holacracy. Der Unterschied ist, dass Peerdom auch jedes andere Governance-Modell unterstützt - wenn deine Organisation sich also über die strenge Holacracy hinaus entwickelt oder in verschiedenen Abteilungen verschiedene Modelle fahren will, entwickelt sich die Plattform mit.

Hat Peerdom eine eingebaute Meeting-Moderation wie Nestr?

Nein. Peerdom bringt keine eingebaute Meeting-Verwaltung mit. Stattdessen verbindet es sich mit spezialisierten Werkzeugen für Meetings und Kommunikation. Der Gedanke dahinter: Die meisten Organisationen haben bereits ein bevorzugtes Werkzeug für Meetings (Zoom, Teams, Google Meet), und noch eine weitere Meeting-Oberfläche schafft mehr Reibung, als sie abbaut. Governance-Entscheide und Ergebnisse lassen sich in Peerdoms Journal festhalten, sodass der Prüfpfad intakt bleibt, ganz gleich, wo das Meeting stattgefunden hat.

Wie verhalten sich die Preise bei einer Organisation mit 50 Personen?

Bei 50 Nutzenden kostet Peerdom+ rund CHF 250 pro Monat (50 Personen zu je CHF 5). Nestr Pro käme auf 500 $ pro Monat (50 Personen zu je 10 $), Nestr Starter auf 300 $ pro Monat (50 Personen zu je 6 $). Peerdom bietet ausserdem den grösseren kostenlosen Tarif (10 Nutzende gegenüber 5 bei Nestr). Die genauesten Zahlen findest du jeweils auf den aktuellen Preisseiten beider Plattformen.

Ist Nestr besser für Organisationen, die Holacracy strikt praktizieren?

Nestr wurde mit Holacracy als primärem Anwendungsfall gebaut, und Thomas Thomisons Rolle als Berater verstärkt diese Ausrichtung. Wenn deine Organisation Holacracy strikt praktiziert und Meeting-Moderation sowie Governance-Anträge will, die die Holacracy-Verfassung genau nachbilden, bedient Nestrs fokussierter Ansatz dieses Bedürfnis. Peerdom unterstützt Holacracy vollumfänglich, stellt sie aber nicht über andere Governance-Modelle; es behandelt alle Frameworks als gleichwertige Wege zu organisatorischer Klarheit.

Was passiert mit unseren Daten, wenn wir von Nestr zu Peerdom migrieren?

Peerdom unterstützt Datenimport über seine API, und unser Customer-Success-Team hilft bei der Migration. Rollen, Kreise und die Organisationsstruktur lassen sich vom Modell von Nestr auf das Modell von Peerdom übertragen. Wenn du eine Migration in Betracht ziehst, buch eine Demo und wir gehen den Prozess gemeinsam mit dir durch.

Kann Peerdom während einer Übergangsphase parallel zu Nestr laufen?

Ja. Manche Organisationen betreiben während der Migration beide Plattformen parallel und nutzen Nestr für die Meeting-Moderation, während sie ihre Organisationskarte in Peerdom aufbauen. Weil Peerdom sich mit externen Werkzeugen verbindet, statt sie ersetzen zu wollen, ist dieses Nebeneinander unkompliziert.

Ist Peerdom nur für selbstorganisierte Organisationen?

Nein. Das ist ein verbreitetes Missverständnis. Peerdom funktioniert für jedes Organisationsmodell: klassische Hierarchien, Matrixstrukturen, agile Teams, Holacracy, Soziokratie, Beta Codex, responsive Organisationen oder jede Mischform. So unterschiedliche Organisationen wie Bayer (Konzern), Greenpeace (gemeinnützig) und die ETH Zürich (Hochschule) nutzen Peerdom. Die Plattform schreibt keine Governance-Methodik vor. Sie macht die Struktur, die du hast, sichtbar, navigierbar und gestaltbar.

Welche Plattform eignet sich besser für grosse Unternehmen?

Peerdom hat die stärkere Bilanz bei Konzernen. Es bedient Kunden wie Bayer, Lufthansa und BKW und skaliert bis 30’000 Personen. Die Plattform bietet Funktionen auf Konzernniveau: SSO, GraphQL API, in der Schweiz gehostete Daten mit DSGVO-Konformität und Anbindung an Werkzeuglandschaften von Konzernen. Nestr ist als eigenfinanziertes Team von sieben Personen vor allem auf kleine bis mittlere selbstorganisierte Teams ausgerichtet. Beide Plattformen können wachsende Organisationen bedienen, aber Peerdoms Infrastruktur und Kundschaft eignen sich besser für Einsätze in Konzerngrösse.

Bereit, Peerdom in Aktion zu sehen?

Wenn du Plattformen fürs Organisationsmanagement evaluierst, ist der nützlichste nächste Schritt, sie auszuprobieren.

  • Starte kostenlos mit deiner Karte: Bilde deine Organisation mit Rollen, Kreisen und Zielen ab. Bis 10 Nutzende kostenlos, keine Kreditkarte nötig.
  • Buch eine Demo: Geh deine konkreten Governance-Anforderungen mit unserem Team durch und sieh, wie Peerdom deinen Anwendungsfall abbildet, unabhängig davon, welchem Framework du folgst.

Wir glauben, die besten Vergleiche entstehen, wenn du das Produkt selbst benutzt. Keine noch so gute Funktionstabelle ersetzt die Erfahrung, die eigene Organisation abzubilden und zu sehen, ob das Werkzeug zu deiner tatsächlichen Arbeitsweise passt, wie auch immer diese aussieht.