Peerdom vs. Rolebase: Vergleich zweier rollenbasierter Plattformen

Alexandre Margot 20. November 2025

Beide Plattformen bilden Rollen und Governance für selbstorganisierte Teams ab. Doch Peerdom und Rolebase unterscheiden sich in Umfang, Reife und organisatorischer Reichweite. Das solltest du wissen.

Wenn deine Organisation rollenbasierte Governance auslotet, sei es über Holacracy, Soziokratie, agile Teamstrukturen oder ein eigenes Modell, bist du auf der Suche nach der richtigen Plattform vermutlich sowohl über Peerdom als auch über Rolebase gestolpert. Beide Werkzeuge helfen Teams, Rollen zu definieren, Struktur sichtbar zu machen und Autorität zu verteilen. Doch sie unterscheiden sich deutlich in Umfang, Reife, Integrationen und organisatorischer Haltung.

Dieser Vergleich soll dir zu einer gut informierten Entscheidung verhelfen. Peerdom ist unser Produkt, wir sind also naturgemäss befangen. Aber ein nützlicher Vergleich verlangt Ehrlichkeit, und wir sagen offen, wo jede Plattform glänzt und wo sie schwächelt.

Was ist Rolebase?

Rolebase beschreibt sich selbst als “Online-Hauptquartier für befreite Unternehmen”. Gebaut wird es von Lonestone, einer französischen Softwareagentur, gegründet von Godefroy de Compreignac, Pierrick Bignet und Ronan Letellier. Die Plattform ist quelloffen unter der MIT-Lizenz, die Codebasis liegt öffentlich auf GitHub.

Rolebase konzentriert sich auf Governance für selbstorganisierte Organisationen. Zu den Kernfunktionen gehören ein dynamisches Organigramm, rollenbasierte Aufgabenzuweisung, Meeting-Koordination mit Agendavorlagen und die Funktion Topics für Ankündigungen, Debatten und Entscheidungen. Kalender lassen sich über iCal anbinden, und die Oberfläche ist zweisprachig auf Englisch und Französisch.

Rolebases Governance-Modell neigt zu Holacracy und Soziokratie 3.0, kann aber auch andere Ansätze verteilter Governance abbilden. Die Plattform ist mit React, TypeScript, Node.js und PostgreSQL gebaut und lässt sich über Docker selbst hosten.

Was ist Peerdom?

Peerdom ist eine frameworkunabhängige Plattform fürs Organisationsmanagement. Sie schreibt keine Governance-Methode vor. Ob deine Organisation Holacracy, Soziokratie, agile Teamstrukturen, eine klassische Hierarchie oder - wie es die meisten in der Praxis tun - eine Mischung aus mehreren Modellen praktiziert: Peerdom kartiert, was tatsächlich da ist, und hilft dir, es in deinem eigenen Tempo weiterzuentwickeln.

Peerdom bietet 11 modulare Apps, die die Organisationskarte zu einem funktionierenden Betriebssystem erweitern: Ziele, Projekte, Wahlen, Feedback, Einblicke, Verzeichnis, Journal, Entwürfe, Netzwerk, Seiten und Beitrag. Die Plattform bedient über 250 Kundinnen und Kunden in 18 Ländern, darunter Organisationen wie Bayer, Lufthansa, Greenpeace, MSF und die ETH Zürich, und skaliert von Teams mit 3 Personen bis zu Unternehmen mit 30 000 Menschen.

Wie sich Peerdom in die Landschaft der Selbstmanagement-Software einfügt, zeigt der Leitfaden zu Selbstmanagement-Software.

Direkter Vergleich

MerkmalRolebasePeerdom
HauptzweckGovernance-Plattform für befreite UnternehmenFrameworkunabhängige Plattform fürs Organisationsmanagement
Governance-ModellAuf Holacracy und Soziokratie 3.0 ausgerichtetJedes Modell: Holacracy, Soziokratie, Agile, Hierarchie, Mischformen
Visualisierung der OrganisationDynamisches OrganigrammDynamische Karten mit Kreis-, Baum- und Listenansicht
RollenverwaltungRollen mit AufgabenzuweisungRollen mit Zweck, Verantwortlichkeiten, Domänen und benutzerdefinierten Feldern
Meeting-VerwaltungEingebaute Meeting-Koordination mit VorlagenNicht eingebaut; integriert sich mit spezialisierten Meeting-Tools
AufgabenverwaltungRollenbasierte AufgabenzuweisungProjekte-App zur Verfolgung auf Portfolioebene nach Rolle und Team
KommunikationsfunktionenTopics (Ankündigungen, Debatten, Entscheidungen)Integriert sich mit Slack und Microsoft Teams
Verfolgen von ZielenKeineZiele-App: OKR, KPI, SMART und eigene Frameworks
VeränderungsmanagementBegrenztJournal mit vollständigem Prüfpfad und Diffs, Entwürfe zum Modellieren künftiger Zustände
App-ÖkosystemEine integrierte Plattform11 modulare Apps, ein- und ausschaltbar
API und IntegrationenAPI, iCal-KalenderabgleichGraphQL-API, Webhooks, Zapier, Pipedream, n8n, MCP, SSO
Open SourceJa (MIT-Lizenz, selbst hostbar)Nein (SaaS-Plattform)
SprachenEnglisch und FranzösischEnglisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Spanisch
DatenhostingSelbst hostbar oder CloudIn der Schweiz gehostet, DSGVO-konform
PreiseGratis (5 Nutzende), Startup ab 5 EUR pro Person und MonatGratis (10 Nutzende), Peerdom+ ab CHF 5 pro Person und Monat
GrössenordnungAm besten für kleine bis mittlere Teams3 bis 30 000 Menschen in über 250 Organisationen

Die Tabelle zeigt den grundlegenden Unterschied: Rolebase ist ein fokussiertes Governance-Werkzeug, vor allem für holakratische und soziokratische Organisationen. Peerdom ist eine breitere Plattform fürs Organisationsmanagement, gebaut für jedes Governance-Modell und für die Komplexität grosser Unternehmen.

Wo Rolebase glänzt

Quelloffen und selbst hostbar

Das ist Rolebases stärkstes Unterscheidungsmerkmal, und es verdient echte Anerkennung. Die gesamte Codebasis liegt unter der MIT-Lizenz auf GitHub. Organisationen, die volle Kontrolle über ihre Software brauchen, aus Sicherheitsgründen, aus Compliance-Gründen oder aus Überzeugung, können das Repository forken, es auf eigener Infrastruktur betreiben und nach ihren Bedürfnissen anpassen. Wer eine klare Haltung zu Softwaresouveränität hat, findet hier einen echten Vorteil, den Peerdom nicht bietet.

Selbsthosting bedeutet auch, dass deine Daten deine Server nie verlassen. Für Organisationen in stark regulierten Branchen oder mit Anforderungen an den Datenstandort, die selbst über Schweizer Hosting hinausgehen, bietet der Betrieb von Rolebase auf eigener Infrastruktur maximale Kontrolle.

Eingebaute Meeting-Koordination

Rolebase bringt die Meeting-Moderation direkt in der Plattform mit, samt Agendavorlagen für Governance-Meetings. Wenn deine Organisation regelmässig Governance- oder taktische Meetings abhält und den Ablauf mit der Rollen- und Kreisstruktur verzahnen will, liefert Rolebase das in einem einzigen Werkzeug. Peerdom verzichtet bewusst darauf und integriert sich lieber mit spezialisierten Meeting-Tools, statt ein eigenes zu bauen.

Eingebaute Aufgabenverwaltung

Rolebase verbindet die Aufgabenzuweisung direkt mit Rollen, sodass Teams ihre Arbeit in derselben Oberfläche verwalten, in der sie ihre Governance verwalten. Für kleine Teams, die möglichst wenige Werkzeuge im Stack haben wollen, senkt das den ständigen Kontextwechsel.

Topics für asynchrone Governance

Die Funktion Topics für Ankündigungen, Debatten und Entscheidungen gibt Teams einen strukturierten Ort für asynchrone Governance-Gespräche. Das ist besonders wertvoll für verteilte Teams, die sich nicht immer synchron treffen können und Governance-Entscheidungen voranbringen wollen, ohne ein Meeting anzusetzen.

Europäischer Datenschutz

Von einem französischen Team gebaut, ist Rolebase auf europäische Datenschutznormen ausgelegt. Zusammen mit dem Selbsthosting ergibt das einen klaren Weg zur DSGVO-Konformität, den die Organisation vollständig selbst kontrolliert.

Niedrige Hürde für kleine Teams

Rolebases Gratis-Stufe umfasst bis zu 5 aktive Mitglieder, und der Startup-Plan für 5 EUR pro Person und Monat hält die Kosten für kleine Organisationen niedrig, die mit Selbstmanagement experimentieren. Der fokussierte Funktionsumfang bedeutet ausserdem weniger Einarbeitung, und Teams sind schnell produktiv, ohne sich durch eine grosse Plattform zu bewegen.

Wo Peerdom glänzt

Frameworkunabhängig von Grund auf

Das ist der folgenreichste Unterschied zwischen den beiden Plattformen. Rolebase wurde für Holacracy und Soziokratie 3.0 gebaut. Peerdom wurde gebaut, um mit jedem Governance-Modell zu funktionieren, und, noch wichtiger, mit der unordentlichen Realität, wie Organisationen tatsächlich arbeiten.

In der Praxis führt kaum eine Organisation ein einziges Governance-Framework durchgängig ein. Eine Abteilung führt soziokratische Kreise. Eine andere nutzt agile Squads oder das Spotify Model. Eine dritte folgt den Prinzipien des Peach-Modells mit Wertschöpfung an der Peripherie. Eine vierte behält eine klassische Berichtshierarchie. Die Organisation als Ganzes ist ein Mischmodell, und sie verändert sich über die Zeit. Genau für diese Realität ist Peerdom gebaut. Du kannst heute eine klassische Hierarchie kartieren, in einem Kreis rollenbasierte Governance einführen und von dort weiterwachsen. Das Werkzeug verlangt keine Festlegung auf eine Methode, bevor du beginnst.

Wie dieser Übergang praktisch aussieht, zeigt rollenbasierte Governance einführen.

“Ein benutzerfreundliches Werkzeug, das unser Organisationsmodell greifbar gemacht hat. Unsere über 100 Loycomates haben sich in wenigen Tagen daran gewöhnt.” — Christophe Barman, Loyco

Unternehmensmassstab und Reife

Peerdom bedient über 250 Organisationen in 18 Ländern, vom Start-up bis zum Konzern mit Zehntausenden Mitarbeitenden. Zu den Kundinnen und Kunden zählen Bayer, Lufthansa, Greenpeace, MSF und die ETH Zürich. Diese Breite ist nicht bloss eine Verkaufszahl; sie spiegelt Jahre, in denen die Plattform für unterschiedlichste Organisationsstrukturen, Compliance-Anforderungen und Grössenordnungen gehärtet wurde.

Rolebase ist eine neuere und kleinere Plattform. Das GitHub-Repository zeigt stetige Entwicklung, aber Nutzerbasis und organisatorische Vielfalt sind noch nicht vergleichbar. Wer eine bewährte Plattform mit Zuverlässigkeit auf Unternehmensniveau braucht, findet in Peerdoms Erfolgsbilanz Sicherheit.

11 modulare Apps

Rolebase ist ein Governance-Werkzeug. Peerdom ist eine Plattform fürs Organisationsmanagement mit 11 Apps, die die Karte in den Arbeitsalltag verlängern:

  • Ziele: OKRs, KPIs, SMART-Ziele und eigene Frameworks direkt auf der Karte verfolgen
  • Projekte: Projekte Rollen und Teams zuordnen, mit sichtbarer Verantwortung
  • Wahlen: konsentbasierte Wahlen mit mehreren Wahlverfahren durchführen
  • Feedback: Feedback im organisatorischen Kontext geben und einholen
  • Einblicke: Analysen zu Rollenverteilung, Auslastung und organisatorischer Gesundheit
  • Verzeichnis: ein durchsuchbares Personenverzeichnis, verbunden mit der Struktur
  • Journal: ein vollständiger Prüfpfad jeder strukturellen Änderung, mit roten und grünen Diffs
  • Entwürfe: strukturelle Änderungen modellieren und prüfen, bevor sie veröffentlicht werden
  • Netzwerk: Beziehungen und Verbindungen quer durch die Organisation sichtbar machen
  • Seiten: Dokumentation an jeden Teil der Struktur anhängen
  • Beitrag: individuelle Beiträge über Rollen hinweg nachvollziehen

Jede App ist modular. Du schaltest nur ein, was du brauchst, und den Rest aus. Ein kleines Team kann also mit der Karte und den Rollen starten und dann nach und nach Ziele, Wahlen oder Feedback dazunehmen, während seine Governance reift. Das ganze Angebot findest du auf der Apps-Seite.

Umfassendes Integrationsökosystem

Peerdom verbindet sich mit den Werkzeugen, die deine Organisation ohnehin nutzt: eine vollständige GraphQL-API, Webhooks, Zapier, Pipedream, n8n-Konnektoren, MCP-Integration für KI-Abläufe und SSO über Microsoft Entra, Google Workspace und Okta. Diese Breite bedeutet, dass sich Peerdom in einen bestehenden Technologie-Stack einfügt, statt Teile davon zu ersetzen.

Rolebase bietet derzeit eine API und einen iCal-Kalenderabgleich, aber noch keine Integrationen mit Plattformen wie Slack, Zapier oder den grossen SSO-Anbietern. Für Organisationen, die auf ein verbundenes Werkzeug-Ökosystem angewiesen sind, ist das eine praktische Einschränkung.

Visuelles Kartieren als Kernfunktion

Peerdoms Organisationskarte ist die primäre Oberfläche: interaktiv, zoombar und navigierbar über Kreisansichten (verschachtelte Governance-Strukturen), Baumansichten (hierarchische Perspektive) und Listenansichten (flach und durchsuchbar). Der Unterschied zwischen einem dynamischen und einem statischen Organigramm ist der Unterschied zwischen einer Karte, die du täglich nutzt, und einem Diagramm, das du einmal gezeichnet hast. Rolebase bietet ein dynamisches Organigramm, aber Peerdoms Karten-Engine mit mehreren Ansichten navigiert komplexe Strukturen deutlich reicher.

“Peerdom trifft unsere Bedürfnisse perfekt: leichtgewichtig und sehr einfach zu bedienen.” — Bernard DuPasquier, Bread for All / HEKS

Veränderungsmanagement von Anfang an eingebaut

Peerdoms Journal hält jede organisatorische Änderung fest: wer was wann und warum geändert hat, mit detaillierten roten und grünen Diffs. Die Entwürfe-App lässt dich künftige Strukturen modellieren, sie zur gemeinsamen Durchsicht teilen und Änderungen veröffentlichen, wenn es so weit ist. Das ist Veränderungsmanagement, das in der Plattform steckt und nicht nachträglich angeflanscht wurde. Für Organisationen in Transformation ist diese Fähigkeit unverzichtbar.

Datensouveränität und Compliance

Alle Peerdom-Daten liegen in Schweizer Rechenzentren und sind vollständig DSGVO-konform. Die Schweizer Datenschutzstandards gehören zu den strengsten weltweit. Für Organisationen in regulierten Branchen oder mit hohen Compliance-Anforderungen ist Schweizer Hosting eine vertrauenswürdige Grundlage. Rolebases Selbsthosting bietet einen alternativen Weg zur Datenkontrolle, verlangt aber, dass die Organisation Infrastruktur, Sicherheit und Compliance selbst betreibt.

Bereit für KI

Peerdoms GraphQL-API und Rollenmodell sind so gebaut, dass KI-Agenten darauf zugreifen können. Organisationen können KI-Agenten als Rolleninhabende in ihrer Governance-Struktur einsetzen und so die Zusammenarbeit von Mensch und KI mit klarer Verantwortung gestalten. Das ist kein Punkt auf einer theoretischen Roadmap, sondern eine funktionierende Fähigkeit. Rolebase bietet derzeit keine KI-spezifischen Funktionen oder Integrationen.

Preistransparenz auch in der Grösse

Beide Plattformen bieten beim Einstieg konkurrenzfähige Preise pro Person. Doch mit dem Wachstum zählt, was im Preis enthalten ist. Peerdoms CHF 5 pro Person und Monat umfassen den Zugang zu allen 11 Apps, das gesamte Integrationsökosystem, SSO und Hosting auf Unternehmensniveau. Bei Rolebase sind die Kern-Governance-Funktionen enthalten, aber die Plattform bietet noch keine vergleichbare Breite beim Verfolgen von Zielen, bei Analysen, beim Veränderungsmanagement oder bei Integrationen. Alle Details findest du auf der Preisseite.

Welche Plattform passt zu deiner Organisation?

Die richtige Wahl hängt von deiner Situation ab: von deinem Governance-Modell, deiner Grösse, deinem bestehenden Werkzeug-Stack und davon, wo du auf deinem organisatorischen Weg stehst.

Wähle Rolebase, wenn:

  • Deine Organisation Holacracy oder Soziokratie 3.0 folgt und ein Werkzeug will, das eigens für diese Frameworks gebaut wurde.
  • Du quelloffene Software brauchst oder klar bevorzugst, die du selbst hosten und anpassen kannst.
  • Dir eingebaute Meeting-Moderation und Aufgabenverwaltung wichtig sind und du sie im selben Werkzeug wie deine Governance-Struktur haben willst.
  • Du ein kleines Team (unter 50 Personen) bist, das Einfachheit schätzt und möglichst wenige Werkzeuge im Stack halten will.
  • Du volle Kontrolle über deine Daten willst, indem du die Plattform auf eigener Infrastruktur betreibst.
  • Du mit einem kleineren Ökosystem und weniger Integrationen von Drittanbietern gut zurechtkommst.

Wähle Peerdom, wenn:

  • Deine Organisation ein hybrides Governance-Modell nutzt, das Elemente von Holacracy, flachen Strukturen, Matrixorganisationen oder Teal-Prinzipien verbindet, oder ihr Modell über die Zeit weiterentwickeln will, und du eine Plattform brauchst, die sich jedem Framework anpasst.
  • Visuelles Kartieren mit mehreren Ansichten wichtig ist, für Navigation, Onboarding und Klarheit im Alltag.
  • Du eine modulare Plattform brauchst, bei der du nur die Apps einschaltest, die du willst: Ziele, Wahlen, Feedback, Einblicke und mehr.
  • Du bereits Slack, Microsoft Teams, Zapier oder andere Kollaborationstools nutzt und willst, dass sich deine Governance-Plattform damit verbindet.
  • Du einen umfassenden Prüfpfad organisatorischer Änderungen mit detaillierten Diffs brauchst und künftige Zustände modellieren willst.
  • Zuverlässigkeit auf Unternehmensniveau, in der Praxis bewährt (über 250 Organisationen, bis 30 000 Personen), eine Anforderung ist.
  • Datensouveränität mit Schweizer Hosting und SSO Voraussetzung sind.
  • Es für deine Roadmap zählt, für KI bereit zu sein und KI-Agenten in deiner Governance-Struktur abbilden zu können.

“Ohne Peerdom wäre es undenkbar, die Entwicklung unserer Organisation voranzubringen!” — Regina Meier, Greenpeace

Häufige Fragen

Kann Peerdom Holacracy unterstützen, obwohl es nicht Holacracy-spezifisch ist?

Ja. Peerdom unterstützt holakratische Strukturen vollständig: Kreise, Rollen mit Zweck und Verantwortlichkeiten, Lead Links, Rep Links und Governance-Prozesse. Viele Organisationen führen Holacracy auf Peerdom. Der Unterschied ist, dass Peerdom auch andere Modelle unterstützt. Wenn sich deine Organisation also über strenge Holacracy hinaus entwickelt oder sie neben anderen Frameworks praktiziert, wird die Plattform nicht zur Fessel.

Ist Rolebase wirklich kostenlos und quelloffen?

Ja. Rolebase ist unter der MIT-Lizenz veröffentlicht, und der vollständige Quellcode liegt auf GitHub. Du kannst es kostenlos selbst hosten. Die gehostete Version bietet eine Gratis-Stufe für bis zu 5 aktive Mitglieder, Bezahlpläne beginnen bei 5 EUR pro Person und Monat für grössere Teams. Die Quelloffenheit ist eine echte Stärke für Organisationen, denen Transparenz und Kontrolle über Software wichtig sind.

Hat Peerdom eine eingebaute Meeting-Verwaltung wie Rolebase?

Nein. Peerdom bringt keine eigene Meeting-Moderation mit. Der Gedanke dahinter: Die meisten Organisationen nutzen bereits ein bevorzugtes Werkzeug für Meetings (Zoom, Teams, Google Meet), und eine weitere Meeting-Oberfläche erzeugt mehr Reibung, als sie beseitigt. Governance-Entscheidungen und Ergebnisse lassen sich in Peerdoms Journal festhalten, sodass der Prüfpfad intakt bleibt, egal wo das Meeting stattfindet.

Wie schneiden die beiden Plattformen bei Integrationen ab?

Peerdom bietet ein deutlich breiteres Integrationsökosystem: GraphQL-API, Webhooks, Zapier, Pipedream, n8n, MCP für KI-Abläufe sowie SSO über Microsoft Entra, Google Workspace und Okta. Rolebase bietet derzeit eine API und einen iCal-Kalenderabgleich. Für Organisationen, die viele Werkzeuge verbinden, ist Peerdoms Integrationsbreite ein praktischer Vorteil.

Welche Plattform eignet sich besser für ein kleines Team, das mit Selbstmanagement beginnt?

Beide Plattformen bedienen kleine Teams gut, aber auf unterschiedliche Weise. Rolebase bietet einen einfacheren, fokussierteren Funktionsumfang, der für Teams, die neu in rollenbasierter Governance sind, weniger überwältigend wirken kann, besonders wenn sie Holacracy oder Soziokratie folgen. Peerdom ist bis 10 Nutzende gratis und bietet über seine modularen Apps mehr Möglichkeiten, die du nach und nach einschalten kannst, während deine Governance reift. Wenn du noch nicht weisst, welchem Framework du folgen willst, oder Raum zum Experimentieren brauchst, vermeidet Peerdoms frameworkunabhängiger Ansatz eine frühe Festlegung auf eine Methode.

Kann ich von Rolebase zu Peerdom migrieren?

Ja. Peerdoms GraphQL-API unterstützt den Datenimport, und unser Customer-Success-Team hilft bei der Migration. Rollen, Kreise und Organisationsstruktur aus Rolebase lassen sich in Peerdoms Modell überführen. Wenn du einen Wechsel erwägst, buche eine Demo, und wir gehen den Ablauf gemeinsam durch.

Welche Plattform erfüllt Unternehmensanforderungen besser?

Peerdom ist die reifere Plattform für Unternehmen. Sie bedient Organisationen mit bis zu 30 000 Personen, hostet in der Schweiz und ist DSGVO-konform, unterstützt SSO über die grossen Identitätsanbieter und bietet 11 Apps für Ziele, Wahlen, Feedback, Analysen und mehr. Rolebase eignet sich gut für kleinere Organisationen und für Teams, denen quelloffene Flexibilität am wichtigsten ist, bietet aber noch nicht dieselbe Tiefe an Unternehmensfunktionen oder bewährte Installationen in grossem Massstab.

Ist Peerdom quelloffen?

Nein. Peerdom ist eine proprietäre SaaS-Plattform. Du kannst sie also weder selbst hosten noch den Quellcode verändern. Dafür bekommst du einen betreuten Dienst mit garantierter Verfügbarkeit, automatischen Updates, professionellem Support, Sicherheit auf Unternehmensniveau und eine Plattform, die über mehr als 250 Kundenprojekte hinweg verfeinert wurde. Der Kompromiss zwischen quelloffener Kontrolle und der Verlässlichkeit eines betreuten Dienstes ist eine echte Entscheidung, und die richtige Antwort hängt davon ab, was deiner Organisation mehr wert ist.

Bereit, deine Organisation zu kartieren?

Wenn du Plattformen für rollenbasierte Governance prüfst, ist der nützlichste nächste Schritt, sie auszuprobieren.

  • Kartiere gratis los: Baue deine Organisationskarte und erkunde das App-Ökosystem. Gratis für bis zu 10 Nutzende, ohne Kreditkarte.
  • Buche eine Demo: Geh deine konkreten Governance-Bedürfnisse mit unserem Team durch und sieh, wie Peerdom deinen Anwendungsfall abbildet.

Mehr Kontext zur Auswahl und Einführung von Werkzeugen für rollenbasierte Governance findest du in unserem Leitfaden zur Einführung rollenbasierter Governance und im Leitfaden zu Selbstmanagement-Software.

Wir glauben, die besten Vergleiche entstehen, wenn du das Produkt selbst nutzt. Keine Funktionstabelle ersetzt die Erfahrung, die eigene Organisation zu kartieren und zu sehen, ob das Werkzeug zu deiner tatsächlichen Arbeitsweise passt.