Die Zukunft ist flexibel: Beginne mit Rollen und Positionen

Nathan Evans 3. Dezember 2024

Wechsle von starren Jobtiteln zu flexiblen Rollen, ohne die funktionale Gliederung aufzugeben. Erfahre, wie Peerdom hybride Modelle unterstützt, die Hierarchie mit agiler, rollenbasierter Arbeit verbinden.

Illustration einer Spielfigur, die in der linken Hand eine Kiste und in der rechten Hand drei Kugeln hält. Die Figur steht auf der zweiten von drei Treppenstufen. Auf der Stufe darunter liegt ein pyramidenförmiges Organigramm, auf der Stufe darüber ein kreisförmiges.

In der sich wandelnden Arbeitswelt von heute entdecken Organisationen neue Wege, Struktur und Beweglichkeit auszubalancieren. Eine besonders starke Idee? Die vertraute Struktur von Stellen mit der Flexibilität dynamischer Rollen zu verbinden.

Statt sich zwischen Stabilität und Anpassungsfähigkeit zu entscheiden: warum nicht beides?

Dieser hybride Ansatz erlaubt Organisationen, vertraute Strukturen beizubehalten und gleichzeitig Raum für Innovation, bereichsübergreifende Zusammenarbeit und ein erfüllenderes Engagement zu schaffen. Ob du ein Startup führst, ein Team skalierst oder eine lang gewachsene Organisation weiterentwickelst - dieses Modell kann neues Potenzial freilegen. Und du kannst genau dort anfangen, wo du gerade stehst.

Warum Stellen und Rollen kombinieren?

Illustration einer Spielfigur, die in der linken Hand eine Kiste und in der rechten Hand drei Kugeln hält.

Jobtitel, Hierarchien und Berichtslinien geben Struktur und Klarheit. Sie sind nützliche Ankerpunkte für Vergütung, Rekrutierung und Teamstabilität. Aber sie bilden nicht immer ab, wie Arbeit wirklich geschieht.

Rollen bringen dagegen eine Ebene der Flexibilität und eine feinere Klarheit hinein. Sie erlauben Menschen, Fähigkeiten jenseits starrer Grenzen einzubringen, sich rund um Ziele in temporären Teams zu formieren und sich schnell anzupassen, wenn sich Prioritäten verschieben. Unser Leitfaden zur Einführung rollenbasierter Governance beschreibt Schritt für Schritt, wie dieser Übergang gelingt.

Beides zu verbinden bringt dir das Beste aus beiden Welten. Das wird damit möglich:

  • Mit Zuversicht iterieren: Du musst nicht alles umkrempeln, um flexibleres Arbeiten auszuprobieren. Ein hybrides Modell lädt zum Experimentieren und Wachsen ein, ohne den Betrieb zu stören.
  • Echtes Engagement ermöglichen: Mitarbeitende können sich in Vorhaben einbringen, die ihnen am Herzen liegen, auch jenseits ihres offiziellen Jobtitels. Das führt zu höherer Zufriedenheit und stärkerer Bindung.
  • Teamübergreifende Zusammenarbeit fördern: Rollen schaffen natürliche Gelegenheiten, sich über Abteilungsgrenzen hinweg zu vernetzen und unterschiedliche Perspektiven in gemeinsame Ziele einzubringen.
  • Eine dynamische Haltung kultivieren: Das Arbeiten in Rollen schult Anpassungsfähigkeit und ermutigt Menschen, über ihre Funktion hinauszudenken und neue Wege des Beitragens zu erkunden.



Wie ein hybrides Modell aussieht

Ein kombinierter Ansatz muss nicht kompliziert sein. Er fügt schlicht neue Ebenen an Klarheit und Möglichkeiten hinzu.

  1. Alle haben eine Heimatstelle
    Mitarbeitende behalten einen klaren Platz in der Organisationsstruktur, samt Titel, Verantwortlichkeiten und Berichtslinien.

  2. Alle können Rollen übernehmen
    Rollen sind fliessender und an Projekte oder Initiativen gebunden. Sie können kurz- oder langfristig sein und reichen häufig über Teams hinweg.

  3. Alles ist sichtbar
    Sowohl Rollen als auch Stellen werden transparent abgebildet, und zwar mit dynamischen statt statischen Organigrammen. So verstehen alle, wie Arbeitslast, Ziele und Möglichkeiten in der Organisation verteilt sind.

Screenshot des Peerdom-Profils einer Kollegin. Die Person hat mehrere Rollen und eine Stelle.

Ergänze die Beschreibungen von Stellen und Profilen um ein Beziehungsfeld mit dem Namen "Line Manager". Damit kannst du jede Stelle und alle Kolleginnen und Kollegen mit der jeweiligen Führungsperson verknüpfen (z. B. vorgesetzte Person oder Führungskraft).



Der Einstieg ins hybride Arbeiten

So setzt du die Idee mit Peerdom Schritt für Schritt um:

  1. Bilde deine aktuelle Struktur ab
    Erfasse feste Teams und ihre Stellen. Weise jede Stelle einer Person zu. Diese Informationen kannst du einem klassischen Organigramm entnehmen.

Screenshot einer Peerdom-Karte mit sechseckigen Rollen und Gruppen, die übereinander gestapelt sind.

Nutze Sechsecke (oder eine gemeinsame Farbe), um Stellen visuell abzuheben.
  1. Schaffe einen Raum für Rollen
    Richte einen Bereich für rollenbasierte Arbeit ein. Rollen lassen sich nach der zu erledigenden Arbeit gruppieren, etwa nach einem Projekt, einem Ziel oder einer Initiative. Lies diesen Artikel oder schau dir dieses Video an für weitere Tipps zum Definieren von Rollen.

Screenshot einer Peerdom-Karte mit sechseckigen Rollen und Gruppen, die übereinander gestapelt sind.

Mach Rollen leicht unterscheidbar, indem du sie als Kreise darstellst oder ihnen eine gemeinsame Farbe gibst. Du kannst im rollenbasierten Bereich deiner Karte auch vakante Rollen aufführen. Sie zeigen, wo gerade Gelegenheit besteht, etwas beizutragen.
  1. Verbinde Menschen mit Arbeit
    Weise Kolleginnen und Kollegen sowohl ihre Stellen als auch ihr aktuelles Set an Rollen zu. So entsteht ein klares, lebendiges Bild ihrer Beiträge und ihrer Kapazität.
Aktiviere die Beiträge-App, um Arbeitslasten auszubalancieren und festzulegen, wie viel Zeit in welche Stelle oder Rolle fliessen soll.
  1. Fang klein an und entwickle weiter
    Pilotiere den Ansatz mit einem Team oder einer Abteilung. Sammle Feedback, schärfe nach und weite aus, sobald sich der Nutzen zeigt.



Typische Stolpersteine

Jede Transformation wirft Fragen auf. Das hybride Modell ist auf Anpassung angelegt, und so bleibt es klar und konstruktiv:

Ausgewogene Arbeitslast: Mitarbeitende könnten Überlastung befürchten.

Tipps:

  • Führe Coaching-Sessions durch, um Aufgaben zu priorisieren und Arbeitslasten im Blick zu behalten.
  • Verschiebe allgemeine Verantwortlichkeiten aus Stellenbeschreibungen in klar umrissene Rollen.
  • Erkenne Beiträge aus den dynamischen Rollen an und würdige sie.

Das Modell verstehen: Menschen fragen sich vielleicht, was sich dadurch an ihrem Alltag ändert.

Tipps:

  • Teile klare Beispiele dafür, wie andere bereits über Rollen und Stellen hinweg arbeiten.
  • Halte alles transparent und leicht sichtbar.
  • Ermutige dazu, zunächst nur eine einzige zusätzliche Rolle auszuprobieren.

Klarheit bei Entscheidungen: Rollen und traditionelle Befugnisse müssen zusammenpassen.

Tipps:

  • Führt offene Gespräche darüber, wie Prioritäten über die beiden Modelle hinweg gesetzt werden.
  • Stärke die Autonomie der Rollen und hilf Führungskräften, in eine begleitende, coachende Haltung zu wechseln.



Eine Einladung zum Ausprobieren

Dieser Work Hack bringt mehr Kreativität, Verbundenheit und Beteiligung in deine Organisation. Ob du dich schrittweise weiterentwickeln oder dein Team mit neuen Möglichkeiten beleben willst: Rollen und Stellen zu kombinieren ist ein praktischer Schritt nach vorn.

Neugierig, wie das in deinem Kontext funktionieren könnte? Schreib uns oder buche eine Demo. Wir helfen dir gerne, es aufzuzeichnen.